Eigentlich war das Kölner Team im Senegal auf ganz anderer Mission unterwegs. Doch aus der Reise nach Westafrika entstand eine neue Idee.
Junges Start-upKölner Hibiskus-Drinks sollen Bäuerinnen in Westafrika unterstützen

Robin Schallenberg und Marvin Maul (v.l.) sind „Afrea“.
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Dass Robin Schallenberg, Marvin Maul und ihr Team einmal ins Getränke-Geschäft einsteigen würden, war alles andere als geplant. Eigentlich begann die Geschichte mit einer Technik, die Ernteverluste von Getreide, Früchten und Gemüse in Westafrika verringern sollte. Das Kölner Enactus-Projekt, in das Schallenberg und Maul involviert sind, hatte dafür einen Solartrockner entwickelt, der ganz ohne Strom oder Benzin funktioniert und ausschließlich mit Sonnenenergie arbeitet. Mittlerweile stehen drei dieser Anlagen im Senegal und eine in Guinea-Bissau, eine weitere ist in Ghana geplant.
Bei der Arbeit in den Dörfern stieß das Team auf Frauenkooperativen, die nach Unterstützung fragten. „Gemeinsam kamen wir auf den Hibiskus, der zur Erntezeit in den großen Mengen gar nicht verbraucht werden konnte“, erzählt Schallenberg. Aus dem Überschuss der roten Blüten wurde gemeinsam mit den Farmerinnen die Grundlage für ein neues Geschäftsmodell und das Start-up „Afrea“ geschaffen.
„Afrea“ von Kölner Gründern: Ein Produkt mit Geschichte
Robin Schallenberg hat Wirtschaftspsychologie studiert, Mitgründer Marvin Maul Ingenieurwesen. Aus der Kombination von technischem und wirtschaftlichem Wissen entstand die Idee, den Hibiskus der Kooperativen nach Deutschland zu bringen – als Produkt mit Geschichte. Es soll am Ende nicht nur schmecken, sondern für wirtschaftliche Unabhängigkeit und faire Löhne für Bäuerinnen in Westafrika sorgen und bestehende Ressourcen effektiver nutzbar machen.

Die Produkte von „Afrea.“
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Drei Getränke sind aus dieser Idee entstanden. „Hibiscus Pearl“ ist ein mit Hibiskus aromatisierter Riesling, leicht floral, leicht herb und nicht zu süß – pur oder auf Eis zu trinken. Dazu kommt ein Likör, der sich für Cocktails oder als Spritz eignet – „eine gute Alternative zu Aperol“, findet Schallenberg. Und als Drittes ein Sirup, etwa für hausgemachte Limonaden oder Desserts. Alle drei Produkte bringen den von westafrikanischen Frauen angebauten Hibiskus ins Glas.
In Köln sind die Getränke inzwischen in einigen Bars zu finden. „Wir sind außerdem in Gesprächen mit dem Einzelhandel“, sagt Schallenberg. Über die Webseite sind die Getränke schon jetzt bestellbar. www.afrea.de
