Köln – Am Donnerstagmorgen ist ein Kofferdieb kurz vor der belgischen Grenze gestellt worden, weil ihm der Besitzer per Ortungs-App seines Handys gefolgt war.
Wie die Polizei mitteilte, hatte der Verdächtige den Koffer eines 35-Jährigen gegen 4 Uhr auf dem Kölner Messegelände gestohlen und war mit seinem Kleintransporter über die Autobahn in Richtung Belgien gefahren. Der 35-Jährige bemerkte den Diebstahl aus seinem unverschlossenen Auto erst etwa 30 Minuten später. Zusammen mit seinem 51 Jahre alten Begleiter war er dem Ortungssignal seines im Koffer befindlichen Handys gefolgt. Als die beiden gegen 5.30 Uhr auf der Autobahn einen weißen Kleintransporter vor sich hatten, aus dem eindeutig das GPS-Signal kam, verständigte der 35-Jährige die Polizei.
Handy kurz vorher aus dem Fenster geworfen
Die Autobahnpolizei stoppte den Verdächtigen und fanden im Fahrerhaus die Geldbörse sowie den Koffer des 35-Jährigen. Das Handy hatte der Mann einige Kilometer zuvor aus dem Fenster geworfen. Polizisten fanden es im Grünstreifen.
Ein Drogenschnelltest bei dem Verdächtigen, der zudem geringe Mengen Amphetamine bei sich hatte, war positiv. Auf der Polizeiwache entnahm ihm ein Arzt eine Blutprobe. Um seiner Festnahme zu entgehen, zahlte er eine Sicherheitsleistung. (hen)
