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Kritik der KlubkommOpen-Air-Förderung der Stadt kommt zu spät bei Veranstaltern an

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Eine Open-Air-Veranstaltung auf der Spielstätte Südbrücke in Poll.

Eine Open-Air-Veranstaltung auf der Spielstätte Südbrücke in Poll.

Die Open-Air-Saison hat bereits begonnen, doch die Förderanträge sind noch immer nicht abgearbeitet.

Seit 2022 gibt es den Förderfonds der Stadt für Open-Air-Angebote – für Veranstalter ohne Spielstätte, aber auch für solche, die temporäre Spielstätten aufbauen wollen. In den vergangenen Jahren hat der Förderfonds zahlreiche Kulturangebote unter freiem Himmel ermöglicht. Dass es diese städtische Unterstützung gibt, darüber freut sich die Szene. Doch die Verteilung der Fördergelder läuft noch nicht so, wie die Kulturschaffenden sich das vorstellen.

Für dieses Jahr liegen der Stadt zehn Anträge für den Open-Air-Fonds vor, heißt es auf Anfrage aus dem Kulturraummanagement. Zur Höhe sagt die Stadt nichts, die Anträge werden derzeit noch bearbeitet. Die Open-Air-Saison hat bereits begonnen, doch das Geld ist noch nicht bei den Veranstaltern angekommen. Auch, weil die Stadt die Förderung erst im März ausgeschrieben hatte.

Paulina Rduch von der Klubkomm bemängelt das „späte Antragsverfahren“. Das sorge für Unsicherheit bei Veranstaltern. „Das Antragsverfahren sollte im Idealfall zeitgleich mit den Fristen der Projektförderungen vom Kulturamt bis zum 30. September des Vorjahres laufen“, so Rduch. Trotzdem seien Programm- und Infrastrukturförderung ein wichtiger Bestandteil für die Kölner Open-Air-Landschaft, so die Klubkomm-Vorsitzende.

Open-Air-Förderfonds: Stadt begründet späte Ausschreibung

Die Stadt begründet die späte Ausschreibung auf Anfrage mit der „aktuellen Haushaltssituation“, die zu „erhöhten Prüf- und Dokumentationserfordernissen im Förderverfahren“ führe. Der Stadt sei bewusst, dass eine frühzeitige Förderzusage für die Planungssicherheit der Veranstalter hilfreich wäre.

Seit 2022 gibt es in der Verwaltung die Stabsstelle Kulturraummanagement. Sie hat sich unter anderem das Ziel gesetzt, neue Flächen zu identifizieren und nutzbar zu machen – kleinere und größere. Einige Flächen werden teilweise bereits seit Jahren diskutiert, ohne konkrete Ergebnisse. Etwa das Fort XI in Buchheim. „Aufgrund gesetzlicher Vorschriften, beispielsweise zum Artenschutz, muss vor einer Nutzung noch einiges geklärt werden“, teilt die Stadt mit. Für kleinere Veranstaltungen waren die Fläche „An der Schanz“ am Riehler Rheinufer und der Mülheimer Marktplatz identifiziert worden. 2025 gab es keine Interessenten, die dort Veranstaltungen ausrichten wollten. „An der Schanz“ findet in diesem Sommer etwa das Circus Dance Festival statt.

Das Kulturraummanagement habe zwar „ein super Konzept erarbeitet, um Open-Air-Flächen nutzbar zu machen und das Verfahren zu vereinfachen, leider ist es immer noch so, dass dieses Konzept wenig Anwendung findet, da immer wieder neue Probleme aufkommen“, sagt Rduch. In der Vergangenheit kritisierte die Klubkomm eine schleppende Kommunikation unter und mit den Ämtern. „Wir wünschen uns von der Verwaltung, dass der politische Wille, Open-Airs in Köln umzusetzen, mehr Anwendung findet und Lösungen für Probleme gefunden werden.“

Das gilt für kleine Formate mit Theatervorstellungen oder Lesungen unter freiem Himmel, das gilt aber genauso für ganz große Formate für mehrere 10.000 Menschen. In Düsseldorf startet in diesem Jahr der „Open Air Park“ an der Messe für bis zu 80.000 Menschen. Ob temporär oder dauerhaft – in Köln ist eine solche Fläche weiterhin nicht in Sicht.