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Konzerte, Lesungen und Lichtinstallationen„Lange Nacht der Kirchen“ in Köln mit breitem Angebot

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St. Aposteln bei Nacht.

St. Aposteln bei Nacht. (Archiv)

Die beliebte „Lange Nacht der Kirchen“ findet in diesem Jahr an 29 Kölner Orten statt. In vier Kategorien gibt es ein breites Angebot.

So groß wie noch nie ist das Programm der ökumenischen „Langen Nacht der Kirchen“, die am Freitag, 10. März, von 19 bis 23 Uhr stattfindet. Veranstalter sind der Katholische Kirchengemeindeverband Köln-Mitte und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region. Diesmal sind 29 Orte beteiligt, manche zum ersten Mal. Nicht nur Kirchen sind dabei, sondern zum Beispiel auch das Kunstmuseum „Kolumba“ des Erzbistums Köln, die Bahnhofsmission und das Domforum.

Die „Lange Nacht der Kirchen“, die großen Zuspruch erfahre, sei eine Erfolgsgeschichte und habe sich „zu einer Marke“ entwickelt, sagte Dominik Meiering, Innenstadtpfarrer und Koordinator von „Katholisch in Köln-Mitte“, als am Dienstag das Programm im Baptisterium am Dom vorgestellt wurde. Diese Stätte – der älteste Taufort Kölns mit einem gemauerten Becken aus dem 6. Jahrhundert – ist am 10. März ebenfalls für Besucher geöffnet; um 19.30 Uhr beginnt dort ein Feierabend-Gottesdienst, zu dem die katholische Glaubensberatungsstelle „Fides“ einlädt.

„Wer die Kirche abschließt, der schließt mit der Kirche ab“, sagte Meiering zur Absicht der Aktion, „Erfahrungsräume“ zu öffnen; für den „frommen, braven Christen“ sei ebenso etwas dabei wie für den „entdeckungsfreudigen Abenteurer“. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger betonte, gerade in Zeiten des Krieges sei es wichtig, dass die Kirche eine „Gegenwelt“ abbilde und Menschen sich an „Ruheorten“ vergewissern könnten, was sie eigentlich trage, Orten, die ihnen Trost und Halt geben und wo sie die Erfahrung machen könnten, wie sich Unsicherheiten aushalten ließen.

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Kölner Kirchennacht: Aktionen in vier Programmkategorien

Das Programm ist viergeteilt. In der Rubrik „calm + smooth“ sind Orte aufgelistet, an denen die Besucher und Besucherinnen – ob bei sanfter Musik, meditativen Texten oder einfach bei Kerzenlicht - Ruhe erfahren können wie etwa in der Antoniterkirche, St. Aposteln, der Trinitatiskirche und St. Maria im Kapitol. Zu Kategorie „pop + beat“ gehören St. Agnes, wo Platten aufgelegt werden, und St. Michael, wo sich die Gemeindeneugründung „Kirche für Köln“ mit einem musikalisch vielfältigen Programm vorstellt.

Wer Aktion mag, sich gerne beteiligen und Räume einmal mit anderen Augen betrachten lernen möchte, ist bei „experience + adventure“ richtig, etwa in der Mitmachausstellung zu Tod und Auferstehung in der Jugendkirche „Crux“ in der Südstadt oder im „Spielraum“ der St.-Johannes-Kirche in Deutz. In der Rubrik „listen + reflect“ sind Orte versammelt, in denen zum Beispiel Texte zu hören sind oder Taizé-Gesänge (Christi Auferstehung), Kurzfilme gezeigt werden (Domforum), Führungen stattfinden (St. Gereon) oder ein Konzert mit anschließendem Gespräch geboten wird (Kunst-Station Sankt Peter).

www.langenachtderkirchen.koeln

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