Nach dem Großbrand in Bickendorf verdichten sich die Hinweise auf die Ursache. Die Folgen reichen weit über die Werkstatt hinaus.
Clubräume zerstörtNach Feuer bei „Wilder Horde“ in Köln – Polizei vermutet fahrlässige Brandstiftung

Ein Feuer in Bickendorf hat neben einer Werkstatt auch das Vereinsheim der FC-Ultras „Wilde Horde“ zerstört.
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Nach dem Großbrand auf einem alten Industrieareal in Köln geht die Polizei derzeit von fahrlässiger Brandstiftung aus. Nach bisherigen Erkenntnissen soll das Feuer bei Schweißarbeiten in einer Autowerkstatt entstanden sein. „Wir gehen derzeit von fahrlässiger Brandstiftung aus“, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauern an.
Die Flammen hatten sich am Samstag (16. Mai) rasch ausgebreitet und mehrere Gebäude erfasst. Neben der Werkstatt wurden laut Feuerwehr auch eine Fahrzeughalle, ein Verwaltungsgebäude sowie das Vereinsheim der Ultra-Gruppierung „Wilde Horde“ zerstört. Zeitweise galten die Gebäude als einsturzgefährdet.
Auch FC-Profis beteiligen sich an Spendensammlung
Besonders groß ist die Anteilnahme rund um das abgebrannte Vereinsheim von Fans des 1. FC Köln. Bereits kurz nach dem Feuer startete eine Spendenaktion für den Wiederaufbau des Treffpunkts. Bis Montagmittag kamen auf einer Spendenplattform mehr als 95.000 Euro zusammen.
Auch Profis des Vereins beteiligten sich an der Aktion. Unter den veröffentlichten Spendernamen wird auch Thomas Kessler, Sportdirektor des 1. FC Köln, genannt. 1948 Euro, in Anlehnung an das Gründungsjahr des Bundesliga-Vereins, soll er eingezahlt haben. Mit 2500 Euro beteiligte sich Ersatztorwart Matthias Köbbing als Kassenwart der Geißböcke im Namen der FC-Profis. (dpa/red)
