Die Hundefreilauffläche hinter den Bürogebäuden des Mediaparks soll die Hundewiese im Hansapark ersetzen.
Beschluss der BV InnenstadtNeue Freilauffläche für Hunde im August-Sander-Park

Hinter den Bürogebäuden des Mediaparks soll eine neue Hundefreilauffläche eingerichtet werden.
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Im August-Sander-Park hinter den Bürogebäuden des Mediaparks soll eine Freilauffläche für Hunde eingerichtet werden. Dies hat die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt in ihrer jüngsten Sitzung einhellig beschlossen. Damit folgte sie einem Vorschlag der Verwaltung, die ihn als Alternative zu einem Beschluss der BV vom vorigen Jahr unterbreitet hatte.
Damals hatten die Politiker dafür votiert, die Hundewiese im Hansapark auf eine an den Hansaring angrenzende Fläche zu verlegen und sie zu umzäunen. Die bisherige Hundespielwiese am Hansaplatz, die an zwei Seiten von der Adolf-Fischer-Straße und dem Gereonswall begrenzt wird, solle wieder zur „regulären Grünfläche zur allgemeinen Nutzung werden“.
Hundewiese im Hansapark zu umzäunen werde der Fläche „nicht gerecht“
Zur Begründung hieß es, die Lage der bestehenden Freifläche für Hunde sorge für Probleme, weil sie „in direktem Bezug zu den Wegebeziehungen der Bildungslandschaft Altstadt-Nord sowie der Radachse Wälle liegt“. Deshalb komme es zu „Konflikten zwischen Hunden und Kindern“, Radfahrern und anderen Nutzern des Parks. Dieses Areal zu umzäunen werde „seiner prominenten Lage, dem Bezug zur Bildungslandschaft Altstadt-Nord sowie dem Übergangspunkt zum Klingelpützpark“ und dem Gedenkstein auf dessen Hügel „nicht gerecht“. Daher empfehle sich eine Verlegung.
Das lehnt die Verwaltung ab. Eine Einfriedung der vorgeschlagenen Fläche am Hansaring verändere die „Blickbeziehung“ zur mittelalterlichen Stadtmauer und führe zur „Separierung der Parkanlage“. Zudem würden Rasenflächen, die ausschließlich zum Freilauf von Hunden genutzt werden, „immer schwer beschädigt“. Die fragliche Wiese sei jedoch ein „prägendes Gestaltungs- und Verbindungselement“ des Denkmals „Mutter mit Kind“.
Dieses sei keine „einzelne Statue“, sondern Teil des ersten Denkmals für die NS-Opfer in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg. „Aufgrund seiner großen historischen Bedeutung und der Tatsache, dass dort bis heute sieben unbekannte NS-Opfer beerdigt liegen, ist ein pietätvoller Umgang mit dem Denkmal und dem das Denkmal umgebenden Ort unbedingt geboten“, heißt es in einer Stellungnahme des NS-Dokumentationszentrums.
Neue Hundewiese soll die alte ersetzen
Da gleichwohl ein zusätzliches Gelände für den Freilauf von Hunden im Bereich Hansaring/Mediapark nötig sei, biete die Verwaltung als Ausgleich eine Fläche im „fußläufig gelegenen“ August-Sander-Park an, ist in der Beschlussvorlage zu lesen. Wegen der „geschützten Lage“ der Fläche könne auf eine „kostspielige Zaunanlage“ verzichtet werden. Die bisherige Hundespielwiese am Hansaplatz bleibe in ihrer aktuellen Form bestehen.
Dagegen hat die BV in ihrem Beschluss explizit festgehalten, dass die neue Hundewiese die alte ersetzen soll. Letztere solle wie schon vergangenes Jahr beschlossen wieder zur „allgemeinen Grünfläche“ werden. Darüber hinaus bitten die Bezirkspolitiker zu prüfen, ob der umzäunte Bereich der Kita „Rehkids“, der an die künftige Hundewiese im August-Sander-Park grenzt, durch eine zusätzliche Bepflanzung geschützt werden kann.
Die Verwaltung unterstreicht, die Stadt habe „in großem Umfang von der Möglichkeit der Schaffung von Hundefreilaufflächen Gebrauch gemacht“. Fast 90 seien bisher entstanden. Diese Flächen dienten nicht nur dem freien Auslauf von Hunden, sondern immer auch „allgemeinen Erholungszwecken“. Eine Einzäunung könnte den Eindruck erwecken, dass sie lediglich den Hundehaltern und ihren Tieren zur Verfügung stehen sollen.

