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Kölner InnenstadtPolizei geht gegen betrunkene E-Scooter-Fahrer vor

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E Scooter Kontrolle Ringe

Die Kölner Polizei kontrolliert E-Scooter am Hohenzollernring.

Köln – Zehn betrunkene Fahrerinnen oder Fahrer von E-Scootern hat die Polizei bei einer neuerlichen Schwerpunktaktion in der Innenstadt erwischt. Sechs von ihnen seien so stark alkoholisiert, dass Ordnungswidrigkeiten vorlagen. Das ist ab einem Promillewert bis 1,09 der Fall. Die anderen vier sollen noch betrunkener gewesen sein, sodass die Polizisten Blutproben angeordnet und Strafermittlungen wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet haben. Wer Tretroller fahren will, muss sich an die gleichen Promillegrenzen halten wie Autofahrerinnen und Autofahrer.

Die Aktion fand von 19 Uhr am Samstag bis 4 Uhr Sonntagfrüh statt. Hintergrund waren zuletzt wieder gestiegene Unfallzahlen mit Beteiligung von alkoholisierten E-Scooter-Fahrern. „Bis zum Stichtag weist die Unfallbilanz der Polizei Köln bei Verkehrsunfällen mit der Beteiligung von E-Scootern 201 Verunglückte auf, davon alleine 185 Nutzerinnen und Nutzer der E-Scooter“, teilte die Polizei mit. „43 von ihnen trugen schwere Verletzungen davon, 142 wurden leicht verletzt. Auffallend ist die Zahl von 104 Stürzen ohne Fremdbeteiligung.“ Bei den Unfallursachen stehe die Alkoholisierung mit 60 Fällen an erster Stelle.

Hohes Dunkelfeld von Unfällen mit E-Scootern in Köln

Die Polizei geht zudem von einem nicht genauer zu beziffernden Dunkelfeld bei Stürzen ohne Fremdbeteiligung aus, die in der Polizeistatistik nicht auftauchen. „Jeder dürfte inzwischen wissen, dass Alkoholfahrten mit E-Scootern empfindliche Folgen bis hin zum Führerscheinentzug haben können und deshalb auch nicht die Polizei rufen“, sagt der neue Verkehrsdirektionsleiter Frank Wißbaum.

„Auf die Unfallentwicklung in der Metropole Köln, in der sich immer mehr Menschen die nicht mitwachsenden Verkehrsflächen teilen müssen, möchte ich reagieren. Da die Unfallursache „Alkohol“ bei Unfällen mit E-Scootern eine große Rolle spielt, schauen wir uns die Situation in den besonders unfallträchtigen Zeiträumen jetzt genauer an“, sagt Wißbaum. (hol)