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„An Belastungsgrenze“Alle Kölner Jugendämter hissen am Montag weiße Fahnen

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Beschäftigte der Jugendämter der Stadt Köln demonstrieren vor der Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Die Beschäftigten der Jugendämter der Stadt Köln haben auch schon vor der Sitzung des Jugendhilfeausschusses demonstriert.

Mit weißen Fahnen wollen die Kölner Jugendämter Köln am Montag erneut auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam machen.

Um auf die prekäre Arbeitssituation von Jugendämtern aufmerksam zu machen, werden am Montag, 15. Mai, um 9 Uhr alle Jugendämter der Stadt Köln weiße Fahnen hissen. Mit dieser Aktion wollen sie „die Verantwortung für die Verbesserung ihrer Situation und die der Kinder und Familien“ dorthin zurückgeben, wo sie hingehöre: an die Politik.

Köln: „Wir tragen diese Umstände immer wieder in die Öffentlichkeit“

Schon im November 2022 und im März 2023 hatten die Beschäftigten der Jugendämter der Stadt Köln auf zu hohe Fallzahlen, Personalmangel und Herabsetzungen bei den Betreuungsstandards aufmerksam gemacht. Es gehe ihnen dabei vor allem um die zahlreichen betroffenen Kinder, Jugendlichen und Familien. Denn diese könnten so nicht adäquat unterstützt und geschützt werden, heißt es im Aufruf der Gewerkschaft Verdi.

Die Aktion am Montag richte sich vor allem an die „zuständigen Politiker und Politikerinnen der Kommunen, des Landes NRW und des Bundes“ – denn die Soziale Arbeit habe seit jeher einen politischen Auftrag und dieser würde sehr ernst genommen. Die Jugendämter seien aber längst an ihren Belastungsgrenzen angelangt. (nh)

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