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Sorge vor Infektionswelle Schülervertreter wollen Maskenpflicht in Köln beibehalten

FFP2-Maske Schule

Fällt bald die Maskenpflicht am Sitzplatz im Klassenraum?

Köln – Nach mehr als einem Jahr Maskenpflicht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen stellt die Landesregierung Lockerungen in Aussicht. Endlich sollen Schülerinnen und Schüler die Maske auf dem Sitzplatz abnehmen können, sie müsste dann nur auf den Gängen getragen werden. Die Reaktionen aus der Schülerschaft fallen jedoch sehr unterschiedlich aus.

Die Landesschülervertretung (LSV) lehnt das Aufheben der Maskenpflicht entschieden ab. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) ignoriere „wie üblich“ die Sorgen der Schülervertreter, kritisiert Vorstandsmitglied Julius van der Burg auf Anfrage. Mit dem geplanten Ende der Maskenpflicht werde die Expertise diverser Virologen in den Wind geschlagen. Gebauer hatte sich vor der Entscheidung auch mit Lehrer-, Schüler- und Elternverbänden besprochen.

Sorgen vor Infektionswelle im Herbst und Winter

Die Landesschülervertretung teilt die Sorgen vieler Virologen vor einer Infektionswelle im Herbst und Winter. Bereits zu Beginn des Schuljahres hatte der Schülerverband eine Aufhebung der Maskenpflicht als „grundsätzlich verwerflich“ bezeichnet.

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Der Kölner Jugendring, ein Zusammenschluss von 20 Jugendverbänden, darunter die Bezirksschülervertretung Köln, sieht das anders. Man befürworte die Aufhebung der Maskenpflicht, teilte der Verein mit. Die Entscheidung folge der Einschätzung vieler Kinderärzte. Allerdings vermisst der Vorstand eine langfristige Strategie der Landesregierung während und nach der Pandemie. Wichtig seien die regelmäßigen Testungen an den Schulen. Außerdem sollten Selbsttests für den außerschulischen Bereich ausgegeben werden.

Deutlich gesunkene Corona-Inzidenz bei Kindern

Die Kölner Stadtverwaltung teilte nach Aussage einer Sprecherin mit, man könne die Entscheidung angesichts der allgemeinen Lockerungen und der deutlich gesunkenen Inzidenz bei Kindern nachvollziehen. Die verpflichtenden Tests seien nun wichtig, um bei steigenden Infektionszahlen im Herbst und Winter schnell reagieren zu können. In NRW müssen sich ungeimpfte Schüler an weiterführenden Schulen drei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen. Die Stadt Köln bietet den Schulen weiterhin an, einen dieser Selbsttests durch einen Lolli-PCR-Test zu ersetzen. Grundschüler führen zwei solcher Tests pro Woche durch.

Der Rhein-Erft Kreis dagegen kritisiert die Aufhebung der Maskenpflicht und verweist unter anderem auf die fehlende Zulassung für die Impfung von unter Zwölfjährigen. Daher seien vermehrt Quarantänemaßnahmen für Sitznachbarn infizierter Schüler und ganze Schulklassen zu erwarten. Insofern sollte das Land dann bei einer „konsistenten Politik“ auch die Quarantäneregelung für die Schulen anpassen, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung.