Wir haben Orte und Aktivitäten in Köln gesammelt, die auch bei akutem Sonnenmangel für bessere Laune sorgen.
Pinguine, Blumen, KerkelingTipps gegen den Grau-in-Grau-Frust in Köln

Wenn es draußen dauerfies ist, muss man aktiv nach Farbe und Lebendigkeit suchen. Die Redaktion gibt persönliche Tipps.
Copyright: Alexander Schwaiger
Versinken in Geschichten

Hape Kerkeling als Tennisclub-Präsident in „Extrawurst“
Copyright: Studiocanal
Kinosäle sind naturgemäß keine Sonnenorte, sondern sehr dunkle. Und doch ist es eine hervorragende Idee, gerade jetzt ins Kino zu gehen und Filme zu schauen, die ein bisschen Leichtigkeit in die Februar-Tristesse bringen. Im Bestfall heißt das: zwei Stunden abtauchen und in guten Geschichten regelrecht versinken. Ich möchte Ihnen zwei deutsche Filme ans Herz legen: „Extrawurst“ mit dem fantastischen Hape Kerkeling und fantastisch geschriebenen Dialogen. Und als zweites „Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, basierend auf einem Roman von Joachim Meyerhoff über seine Schauspiel-Ausbildung: eine „Komödie mit traurigen Ausschlägen“, wie Regisseur Simon Verhoeven selbst sagte. (gro)
Wärme, Wasser, Ruhe

Whirlpool mit Blick in die Natur
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Falls Sie bislang nicht zur Pro-Thermen-Besucher-Fraktion gehören, kommen hier ein paar Argumente, die absolut dafür sprechen, am Wochenende eine in und um Köln zu besuchen: Wärme lockert Muskulatur und Gelenke, die Ausschüttung von Stresshormonen sinkt, Endorphine werden ausgeschüttet. Die Atmung wird im warmen Wasser langsamer, innere Anspannung sinkt fast wie von selbst. Das Gefühl von Schwerelosigkeit im Wasser senkt die Reizdichte. Und das Beste: In Bademantel, Bade- oder ganz ohne Kleidung und in feucht-warmer Umgebung ist es sehr schwer, sein Smartphone bei sich zu tragen. (gro)
Blütenträume im Botanischen Garten

Fast wie im Urlaub: die Kamelienausstellung
Copyright: Martina Goyert
Köln hat einen großen Blütenschatz und der ist wieder im Botanischen Garten zu sehen. 1000 Exemplare von 400 verschiedenen Kamelien-Sorten werden dort gezeigt – es ist eine der größten Sammlungen in Europa, gehegt und gepflegt von den Gartenmitarbeitern. Wenn man durch die Gewächshäuser geht, wähnt man sich fast in einem südlichen Urlaubsland, ohne Flug und ohne Gepäck. Hunderte von Facetten haben die Blüten: Sie sind klein oder handtellergroß, gefüllt, gestreift, rot, rot-weiß, rosa, gelb und orange. Und jeden Tag gibt es etwas Neues zu sehen, da die verschiedenen Sorten zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Es bleibt also immer bunt. Und: Der Eintritt in den Traum ist frei. Geöffnet ist täglich von 10 bis 16 Uhr. (cv)
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Tiere gucken gegen den Frust

Zu Besuch bei den Pinguinen im Kölner Zoo
Copyright: Martina Goyert
Dem amerikanischen TV-Journalisten Joe Moore wird folgender Satz zugeschrieben: „Es ist praktisch unmöglich, einen Pinguin anzusehen und wütend zu sein.“ Ob er ihn wirklich gesagt hat? Weiß man nicht. Ob es den Mann überhaupt gab? Alles nicht bekannt. So oder so: An dem Satz ist was dran. Pinguine machen, dass die Mundwinkel automatisch nach oben gehen. Wenn das kein Argument ist, in den Kölner Zoo zu gehen. Gefüttert werden die Tiere in der Regel um 10.45 Uhr und 15.30 Uhr – bitte dringend auf die Anzeige am Gehege gucken, ob das auch am Tag des Besuchs so ist. Tipp Nummer zwei: das Aquarium. Im Schummerlicht und der Ruhe des Aquariums Fische zu beobachten, beruhigt. Meditation der anderen Art. (gro)
In der Bücherei nach schönen (Kinder-)Büchern stöbern

Die Kinderbuchabteilung im Interim der Zentralbibliothek an der Hohe Straße
Copyright: Arton Krasniqi
Die Feldmaus Frederick sammelt lieber Sonnenstrahlen, Farben und Wörter als Nahrung für den Winter. Den anderen Mäusen erschließt sich der Sinn erst dann, als sie ihre gesammelten Essensvorräte aufgebraucht haben. Für die kalten, grauen Wintertage braucht es eben mehr als Futter, für das eigene Wohl sind vielmehr Schönheit und gute Geschichten vonnöten, findet Frederick. Wer sich an dem Kinderbuchklassiker von Leo Leonni aus dem Jahr 1967 ein Beispiel nehmen möchte, sollte in die Büchereien der Stadt ausschwärmen, ob alleine oder mit dem Nachwuchs: zum Beispiel in die Kinderabteilung der Zentralbibliothek an der Hohe Straße oder in die Stadtteilbibliotheken. Unter der Woche sind diese in der Regel bis 18 Uhr geöffnet. In den Stadtteilen endet der Betrieb samstags um 14 Uhr. In den gemütlichen Sitzmöbeln einsinken, dabei in in Bücher über ferne und fantastische Welten eintauchen, ist ein probates Mittel gegen Winterblues. (gam)
Schwarzlicht-Minigolf und Rätselraten im Escape-Room

Schwarzlicht-Minigol: Hier kann man nicht nur aktiv sein, sondern hat auch etwas für die Augen
Copyright: Martina Goyert
Spielfreude und Wettbewerb können auch eine Antwort auf deprimierende Tage sein. Beim Schwarzlicht-Minigolf kann man seinen Bewegungsdrang befriedigen, ohne zu frieren und vor allem ohne sich allzu sehr anzustrengen. Dass dann noch alles in Neonfarben leuchtet, überhaupt ein ansprechendes 3D-Erlebnis ist, lenkt gut vom Trott ab. Wer statt des Körpers seinen Grips einsetzen möchte, könnte mit Familie oder Freunden einen der zahlreichen Escape-Rooms der Stadt aufsuchen. Hier steckt das Element der Alltagsflucht wortwörtlich drin. Die Auswahl der Themen ist ebenso breit gefächert: die „Drei ???“, „Alice im Wunderland“, „Magische Bibliothek“, „Die Geschichte einer Schatzjägerin“ und viele mehr: In den verschlossenen Themenräumen dreht sich alles darum, wieder auszubrechen. Knobeln vertreibt mit Sicherheit die trüben Gedanken. (gam)
Aufblühen auf Kölns Wochenmärkten

Viel Frühling findet sich auf den Kölner Wochenmärkten. Auf dem Auerbachplatz in Sülz bewacht Hündin Poppy die Blumen (Archivfoto).
Copyright: Alexander Schwaiger
„Op dem Maat op dem Maat stonn die Buure…“ Ja, ist denn schon wieder Karneval? Nein, aber Wochenmarkt. Ein Besuch am heutigen Samstag bringt Farbe ins Spiel, allen voran durch die Blumenstände mit Tulpen, Narzissen und anderen farbenfrohen Zwiebelpflanzen. Ein Schwätzchen mit Händlern und anderen Kunden macht immer Laune, in Klettenberg findet sogar stets ein kleiner Sektfrühschoppen am Büdchen statt. Da simmer dabei?
Die Auswahl ist riesig. Wochenmarkt ist heute auch in: Bickendorf (Rochusplatz), Braunsfeld (Kitschburger Straße), Buchforst (Waldecker Straße), Chorweiler (Liverpooler Platz), Heimersdorf (Haselnußhof), Höhenhaus (Wupperplatz), Holweide (Bergisch Gladbacher Straße), Kalk (An der Kalker Post), Longerich (Gartenstadt Nord, Schlackstraße/Johannes-Rings-Straße), Mülheim (Wiener Platz), Nippes (Wilhelmplatz), Porz-Mitte (An der Sparkasse), Riehl (Riehler Gürtel), Rodenkirchen (Maternusplatz) und Weiden (Emil-Schreiterer-Platz). (jan)
