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Jüdisches MuseumSo steht es aktuell um die Miqua-Baustelle in Köln

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Die Baustelle des neuen Jüdischen Museums Köln.

Das Museum soll im Juni 2028 baulich fertiggestellt und Ende 2028 in Betrieb genommen werden.

Während einige Aufträge neu vergeben werden müssen, sollen zwei Teilprojekte der Baustelle dieses Jahr fertig werden.

Auf der Baustelle des neuen Jüdischen Museums am Rathaus sollen im Laufe des Jahres zwei große Bestandteile fertiggestellt werden können. Wie die Stadt mitteilt, sollen das Medienpädagogische Zentrum im zweiten Quartal und der Bereich rund um das Praetoriums, dem römischen Statthalterpalast, im dritten Quartal 2026 fertig sein. Darüber hinaus sei es jedoch erforderlich, bestimmte Aufträge für die Fertigstellung des Jüdischen Museum im Archäologischen Quartier (Miqua) neu zu vergeben.

Nach der Insolvenz des Unternehmens, das für die Metall-Glas-Fassade zuständig war, müssen die noch ausstehenden Arbeiten erneut ausgeschrieben werden. Eine Einigung mit dem Unternehmen sei nicht zustande gekommen, so die Stadt. Im Februar habe zudem die Firma, die die Außenanlagen gestalten sollte, gekündigt. Deshalb muss für die Sanierung der Praetoriumsdecke und der Treppenanlage im Spanischen Bau ein neuer Auftragnehmer gefunden werden.

Suche nach Generalunternehmer für Baustelle verzögert sich

Die Suche nach einem Generalunternehmen für den musealen Ausbau werde ebenfalls noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, so die Stadt. Die Ausschreibung könne im Herbst dieses Jahres veröffentlicht werden. Gründe für die Verzögerung seien die enorm gestiegenen Kosten. Es würden zurzeit Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe geprüft.

Auch der Verlauf des Parcours durch die spätere Ausstellung müsse wegen der neueren archäologischen Funde angepasst werden. Diese Änderungen würden aktuell vom Architekturbüro in Abstimmung mit Ausstellungsplanung, Bodendenkmalpflege und Statik geplant. Das Museum soll im Juni 2028 baulich fertiggestellt und Ende 2028 in Betrieb genommen werden.

Es soll auf zwei Ebenen 2000 Jahre Geschichte der Stadt Köln zugänglich machen. Unterirdisch ist ein archäologischer Rundgang geplant. Im Obergeschoss wird es eine Ausstellung zur jüdischen Geschichte und Kultur Kölns vom Mittelalter bis in die Moderne geben. (red)