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Realistische BedingungenTrainingszentrum für Mondlandungen soll in Köln entstehen

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So könnte eine zukünftige Mondstation aussehen

Köln – In zwei Wochen jährt sich die erste Landung eines Menschen auf dem Mond zum 50. Mal. Auch wenn lange niemand dort war: Landungen auf dem Erdtrabanten soll es in Zukunft wieder geben, China, die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA und auch das europäische Pendant ESA bereiten sich auf Mondmissionen vor. Für letztere liegt der Schlüssel auf dem Weg zu einer erfolgreichen Mission in Köln, genauer gesagt: in Grengel oder in Wahnheide (darüber streiten selbst Experten), jedenfalls im tiefsten Südosten der Stadt. Auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) soll von 2020 an eine Mondlandschaft entstehen. Astronauten und Techniker sollen dort für künftige Ausflüge zum Mond üben.

Eigentlich hätte das ungewöhnliche und weltweit einzigartige, 1000 Quadratmeter große Projekt mit dem Namen „Luna“ längst fertiggestellt sein sollen, der Beginn der Bauarbeiten war für 2017 geplant. Doch wie der „Express“ berichtet, kam der Winterschlaf der Europäischen Zauneidechse den Forschern dazwischen.

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So könnte eine zukünftige Mondstation aussehen

Bedingungen auf dem Mond sollen simuliert werden

In einer Art Zeltstadt sollen die Bedingungen auf dem Mond simuliert, Material und Technologien für den Betrieb einer Mondstation getestet werden. Die Erkenntnisse sollen in die Vorbereitung künftiger bemannter Mond-Missionen einfließen. Das gemeinsame Projekt von ESA und DLR kostet mehr als eine Million Euro. Doch genau dort, wo die Mondlandschaft entstehen soll, waren Eidechsen eingefangen worden. Weil auf dem Gelände noch weitere Exemplare der seltenen Kaltblüter gesichtet wurden, die nicht gefährdet werden durften, mussten DLR und ESA den Winterschlaf der Tiere abwarten. Erst im Frühjahr 2019 konnten die Eidechsen umgesiedelt werden. Die Reptilien leben jetzt ein paar Hundert Meter weiter. Ein neuer Zaun soll sie davon abhalten, zurück auf das Baugelände zu gelangen.

Baubeginn 2020

ESA und DLR planen jetzt mit einem Baubeginn im Frühjahr 2020. Einen Vorgeschmack soll es im Herbst 2019 geben, wenn eine abgespeckte Form der Trainingshalle vorgestellt werden soll. „Das weltweit erste lunare Trainingszentrum wird in Köln und nicht etwa bei der NASA oder in Russland entstehen“, sagt ESA-Sprecher Marco Trovatello. Daran arbeiten gerade Projektleiter und ESA-Astronaut Matthias Maurer und sein zehnköpfiges Team, um die Bedingungen auf dem Mond möglichst getreu nachzubilden.

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Die Europäische Zauneidechse hat das Kölner Weltraum-Projekt um über zwei Jahre verzögert.

Da auf dem Mond die Schwerkraft im Vergleich zur Erde nur ein Sechstel beträgt, werden Fahrzeuge wie der Mondrover an Kränen befestigt, um die Anziehungskraft zu simulieren. Auch der Lauf der Sonne auf dem Mond wird millimetergenau nachgestellt.

Ein Problem für die Weltraumforscher war der Mondstaub. Trovatello erklärt: „Wir haben lange nach Material gesucht, dass dem so genannten Regolith ähnelt, dem pulverartigen Material, das die Mondoberfläche bedeckt. Am Ende sind wir quasi vor der Haustür fündig geworden: In der Vulkaneifel!“ (red)