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Wenn in Häusern das Licht aus warEinbrecher gingen 33 Mal auf Diebestour

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Einbrecher Symbolbild

Symbolbild

Köln – Die größte Beute machten die Täter am 30. November 2018: Über den Garagenhof gelangten sie auf den Balkon einer Wohnung in Dormagen, hebelten die Tür auf und durchstöberten die Zimmer. Außer Schmuck und einer Arbeitstasche nahmen sie den Autoschlüssel für einen Mercedes an sich; mit dem Wagen fuhren sie davon. Gesamtwert der Beute: über 32 000 Euro.

Es ist eine von 33 Taten, um die es in dem Prozess um Einbruchdiebstahl geht, der am Mittwoch vor der 15. Großen Strafkammer des Landgerichts begonnen hat. Der Tatzeitraum erstreckt sich der Anklage zufolge von Januar 2017 bis Februar 2019. Beschuldigt sind drei Männer im Alter zwischen 19 und 38 Jahren, die Mitglieder einer Bande gewesen sein sollen und von denen einer vorbestraft ist. Einem von ihnen, 26 Jahre alt, werden gesondert, das heißt als Einzeltäter zwölf Einbrüche zugerechnet. Der jüngste Beschuldigte soll nur an fünf Taten beteiligt gewesen sein.

Einbrecher spähten dunkle Häuser aus

Der Ablauf blieb sich in etwa gleich. Die Anklage: In einem Opel Astra, der als Tatfahrzeug diente, fuhren die Täter nach telefonischer Verabredung vorwiegend zur Zeit der Dämmerung in Köln und anderen Orten wie Bergisch Gladbach, Königswinter, Erkelenz und Kerpen umher, um auszukundschaften, in welchen Eigenheimen oder Wohnungen kein Licht brannte. Hatten sie ein geeignetes Objekt gefunden, brachen sie in der Regel durch die Terrassen- oder Balkontür ein und durchwühlten Schränke und Schubladen auf der Suche nach Bargeld und Wertgegenständen.

Auf diese Weise brachten sie zum Beispiel in Köln-Weiden, wo sie neben Schmuck einen Briefumschlag mit 10.000 Euro fanden, und in Erftstadt-Gymnich Beute im Wert von jeweils gut 18.000 Euro an sich. Ein paar Mal brachen sie die Aktion ab, so dass es beim Versuch blieb. Den Gesamtwert des Diebesguts beziffert die Anklage auf mehr als 170.000 Euro. In etlichen Einzelfällen ist Sachschaden mit zu berücksichtigen. Soweit die Vorwürfe.

In einem Erörterungsgespräch der Prozessbeteiligten im Juni hat der Vertreter der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, welche Strafen ihr vorschweben. Im Fall von Geständnissen liegen sie zwischen drei und sechs Jahren Haft, andernfalls zwischen vier und siebeneinhalb Jahren. Für den Prozess, der am 9. September fortgesetzt wird, sind fünf Verhandlungstage vorgesehen.