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Regen und CoronaKölner Bäder schlecht besucht – Naturbadesee so klar wie selten

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Viel Platz im Schwimmbecken: Der verregnete Sommer verhagelt den Kölner Bädern die Sommerbilanz

Köln – In den vergangenen Wochen musste man sich keine Sorgen machen, einen Platz auf der großen Liegewiese im Lentpark zu bekommen. Selbst bei 27 Grad Wettervorhersage schwammen nur vereinzelt ein paar Kinder im großen Naturbadesee. Das Wasser blieb kalt, einige trugen sogar einen Neoprenanzug. Neben den Kindern zogen ein paar Hartgesottene ihre Bahnen. Vor dem Pommes-Kiosk bildete sich selten eine Schlange, wenn es denn überhaupt geöffnet war.

Kein leichter Sommer für die Kölner Schwimmbäder: Zu den Corona-Beschränkungen kamen verregnete Ferien und kalte Temperaturen.

„Gefühlt war der Sommer einfach nicht gut und nicht stabil“, bilanziert der Leiter der Unternehmenskommunikation, Achim Fischer. Der Inhaber der Gastronomie „Dirk’s“ im Lentpark, Dirk Pütz, fasste den Sommer 2021 mit einem Wort zusammen: „Scheiße!“

Zwar könne niemand etwas dafür, aber es sei einfach zu nass gewesen. Sein Betrieb sei geöffnet, das Angebot richte sich aber nach den Besucherzahlen. Und die waren in diesem verregneten und unberechenbaren Sommer nicht besonders hoch. Im Vergleich zu 2018, dem erfolgreichsten Jahr der Köln-Bäder, sind waren die Besucherzahlen im Juni und Juli 2021 um fast 50 Prozent gesunken.

Voraussetzungen für Schulschwimmen gesichert

Nichtsdestotrotz ist Fischer froh, dass dank der hohen Flexibilität der Mitarbeitenden der Betrieb immer gewährleistet werden konnte. Das sei besonders bei den Schwimmkursen wichtig. Dass Kinder schwimmen lernen, sei ein zentrales Anliegen der Köln-Bäder. Mit Blick auf das am Mittwoch beginnende neue Schuljahr betonte Fischer: „Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass für die Schulklassen Schwimmunterricht stattfinden kann.“ Man sei zuversichtlich, dass dieses Angebot auch aufrechterhalten werden kann obwohl es „ein echtes Gehangel mit den Informationen für die Gäste“ sei, bemängelte Fischer.

Seit Juni dürfen die Schwimmbäder in Köln mit Kapazitätsbegrenzungen wieder öffnen und in Sachen Corona-Konformität sind die Einrichtungen laut Fischer gut aufgestellt: „Durch unsere e-Tickets können wir eine permanente Nachverfolgung und keine langen Schlangen bei der Einlasssituation garantieren.“ Mittlerweile gilt in allen Bereichen des Schwimmbades die drei G-Regel. Ohne Test- oder Impfnachweis kommt keiner mehr rein.

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Gähnende Leere am Badesee im Lentpark

Fischer ist zwar nicht glücklich mit der diesjährigen Saison, aber „zufrieden, was im Rahmen der Möglichkeiten eben kompensiert werden konnte.“ Man müsse ganz klar sagen: Das Wetter hätte besser sein können. Einen Vorteil hat das kühle Wetter doch gehabt: Der Naturbadesee im Lentpark, der bei heißen Temperaturen immer mal wieder zu kippen droht, ist in diesem Jahr so klar wie selten. Wenn in heißen Sommern der „aquatische Filter“ an seine Grenzen kommt, gab es schon einige Tage, an denen die Kölner in die Schwimmbäder gelockt wurde, der Lentpark aber nicht öffnen konnte.

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„Wäre ja öfter gekommen, aber das Wetter ist einfach zu schlecht gewesen“

Mittlerweile ist der Bio-See laut des Bereichsleiters Rene Voss aber gut unter Kontrolle, man habe gelernt das Wasser richtig zu pflegen und zu reinigen.Warum es dann trotzdem so leer sei, konnte auch der erfahrene Bäderspezialist nur mit dem Wetter beantworten: „Selbst an einem Tag mit Sonnenschein müssen sich die Leute anscheinend erstmal wieder an die warmen Temperaturen gewöhnen.“ Damit meinte er auch das ständige Risiko diesen Sommers, von plötzlichen Regengüssen überrascht zu werden und das Freibad fluchtartig verlassen zu müssen.

Diesem Risiko setzte sich dieses Wochenende Nina Crombach aus, die mit ihrer Freundin auf einer Decke am Beckenrand des Naturbadesees saß. Sie war dieses Jahr das erste Mal im Lentpark. Auch ihre Freundin räumte ein, bis jetzt noch nicht hier gewesen zu sein. „Ich wäre ja öfter gekommen, aber das Wetter ist einfach zu schlecht gewesen.“, sagte Crombach.

Hoffen auf die Wintersaison

Es bleibt die Hoffnung auf einen guten September. Und ansonsten geht es am 20.09. wieder mit der Eis-Saison im Lentpark los. Voss lacht: „Hier haben wir immerhin den Vorteil, eine stabile, wenn auch eiskalte Temperatur vorhersagen und halten zu können.“