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Kölner HauptbahnhofEntflohener Psychiatrie-Häftling Otto K. festgenommen

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Otto K.

Köln – Der aus der LVR-Psychatrieklinik in Merheim geflohene Strafgefangene Otto K. ist gefasst. Beamte der Bundespolizei nahmen den psychisch kranken 67-Jährigen am Donnerstagnachmittag in einem Zug im Kölner Hauptbahnhof fest. Wie die Bundespolizei mitteilte, kam der entscheidende Hinweis von einem Reisenden. Dieser hatte den Geflohenen gegen 14.15 Uhr am Bahnsteig 3 erkannt, wie er offenbar auf einen Zug wartete.

Der Zeuge wandte sich an die Beamten in der mobilen Polizeiwache vor dem Bahnhof. Die Polizisten durchsuchten daraufhin den Bahnsteig und den inzwischen eingefahrenen Zug der Linie RE9 Richtung Siegen. Darin saß der Mann, der sich auf Nachfrage der Polizisten als der Gesuchte zu erkennen gab und widerstandslos festnehmen ließ. Ein Fingerabdrucktest bestätigte die Identität des Gesuchten. K. wurde zurück in die Klinik gebracht. Beim Transport gab es laut Bundespolizei keine Zwischenfälle.

Drei Stunden Freigang am Tag

Nach einem genehmigten, unbegleiteten Freigang war K. am Sonntagmittag nicht in die Klinik zurückgekehrt. Seitdem wurde er gesucht. Bei der Polizei gingen dutzende Hinweise aus der Bevölkerung ein. Laut Mitteilung der Klinik sind bisher keine Straftaten des Patienten während seiner Flucht bekannt. Auch ist bisher unklar, wo und wie K. die Tage seit seiner Flucht verbracht hat. Über mögliche Änderungen der Haftbedingungen wurde bislang noch nicht entschieden.

Schon vor viereinhalb Jahren war K. bei einem Freigang geflohen – damals bei einem begleiteten Weihnachtsmarktbesuch. Trotzdem durfte K. die Klinik zuletzt täglich drei Stunden unbegleitet verlassen. Nach Einschätzung der Ärzte gehe von K. keine Gefahr für Dritte aus. Die Haftbedingungen wurden daher in den vergangenen Jahren gelockert. Seit 1998 sitzt K. in verschiedenen forensischen Kliniken. Zuvor war er wegen Totschlags verurteilt worden. Er hatte eine 78−jährige Nachbarin mit Tritten umgebracht.

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