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Alt St. HeribertStadt Köln will Park-Chaos an Deutzer Kirche beenden

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Vor der Kirche Alt St. Heribert stehen die geparkten Autos selten so geordnet wie auf dem Foto.

  1. Es fehlt eine einheitliche Regelung für das Parken an Alt St. Heribert in Deutz. Die Autos parken oft kreut und quer.
  2. Die Stadt will das Areal für 57.400 Euro umgestalten.

Deutz – Auf dem Platz südlich der Kirche Alt St. Heribert in Deutz parken die Menschen mitunter recht chaotisch. Eine einheitliche Regelung fehlt bislang, die Stadtwill das Abstellen von Fahrzeugen auf der Fläche nahe des Rheinboulevards jetzt neu ordnen.

Fast täglich und bei Veranstaltungen stehen die Autos oft wild abgestellt in dem gesamten Bereich. Eine neue, eindeutige Beschilderung soll künftig den Handlungsspielraum des Ordnungsamtes definieren.

Die Veränderung hatte die Bezirksvertretung der Innenstadt in einem Dringlichkeitsantrag im vergangenen April angestoßen. Die nun von der Verwaltung vorgelegte Planung sieht als Gesamtpaket auch eine gestalterische Aufwertung des gesamten Platzes vor.

Naturstein unter Denkmalschutz

Während die eine Hälfte des Areals bereits von einem Privateigentümer mit neuen Platten hergerichtet wurde, befindet sich die andere noch in einem weniger ansehnlichen Zustand. Diverse Pflastersteinsorten in unterschiedlichen Farben erwecken den Eindruck eines Flickenteppichs.

Die Stadt beabsichtigt daher, 57.400 Euro in die Umgestaltung zu investieren. Das alte Pflaster wird bis auf den unter Denkmalschutz stehenden Naturstein entfernt und durch Betonsteinpflaster in Grau und Anthrazit ersetzt. Ergebnis soll ein verkehrsberuhigter Bereich sein, in dem das Parken nur in gekennzeichneten Flächen erlaubt ist.

Nach Vorschlag der Verwaltung würden elf Parkplätze und im Eingangsbereich des Caritas-Altenheims zwei zusätzliche Behindertenstellplätze angelegt. Eine Bewirtschaftung erfolgt zwischen 9 und 23 Uhr.

Bei der Abstimmung der Bezirksvertreter erschien mehreren Politikern dieses Vorhaben jedoch zu konventionell gedacht. Statt der vorgesehenen elf bewirtschafteten Parkplätze forderten etwa die Grünen, nur drei Stellflächen für Schwerbehinderte einzurichten: „Bewirtschaftete Parkflächen inmitten dieses historischen Areals wären doch völliger Quatsch“, sagte Stefan Fischer. Die Plätze sollten stattdessen als Abstellanlage für mindestens 20 Fahrräder genutzt werden.

Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, mit der Firma Lanxess bezüglich einer möglichen Nutzung des nahe gelegenen Parkhauses für Gottesdienstbesucher zu verhandeln.