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BauprojektFür die Parkstadt-Süd wird ein Beirat gefordert

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Übergang von Park und Bebauung am Rande der Parkstadt Süd.

  1. Die Planer der Parkstadt Süd wollen den Grüngürtel künftig entlang der Bahntrasse weiterführen.
  2. Ein Beirat soll einen breiten Konsens aller Beteiligten und Betroffenen erzielen.

Innenstadt/Rodenkirchen – Es war das bestimmende Thema des zurückliegenden Jahres im Kölner Süden: das kooperative Werkstattverfahren für die Parkstadt Süd.

Von April bis November war die Stadtgesellschaft aufgerufen, Ideen  für die zukünftige Entwicklung des neues Wohn- und Geschäftsquartiers auf Teilen des heutigen Großmarktes zu entwickeln. Auf dieser Basis wurden die ersten Konzepte für den Gesamtplanungsraum  erarbeitet und anschließend anhand eines begehbaren Modells der Öffentlichkeit vorgestellt.

Von den ursprünglich  fünf involvierten  Planungsbüros soll nun ein Team aus RMP Lenzen (Landschaftsarchitekten), Ortner & Ortner (Architekten), BSV (Stadtplanung) und BCE  (beratende Ingenieure) die Arbeit fortführen.

Die Idee dieses Teams, den Grüngürtel künftig entlang der Bahntrasse weiter zu führen, erwies sich als die überzeugendste Variante.Ein Verwaltungsentwurf, der dem Stadtentwicklungsausschuss zur Abstimmung vorliegt, sieht vor, die Experten mit der Erarbeitung einer Vorentwurfsplanung zu beauftragen.

Professionelle Moderation

Wie im abgeschlossenen kooperativen Werkstattverfahren soll der Dialog mit der Öffentlichkeit weiterhin durch eine unabhängige Moderation geleitet werden. Dies ermögliche die Fortführung des „bislang sehr konstruktiven  Austauschs zwischen allen Beteiligten und die Verstetigung der  ergebnisorientierten Zusammenarbeit“, teilt die Stadt mit. 

Zur Gewährleistung der gewünschten Kontinuität schlägt die Verwaltung daher vor, das  Moderationsbüro Urban Catalyst Studio mit dieser Aufgabe zu beauftragen. Sowohl die Fraktion der SPD als auch der Grünen in der Bezirksvertretung Innenstadt ist damit nicht einverstanden.

Beide nutzten die Anhörung ihres Gremiums für Änderungsanträge, von denen der Grünen-Vorschlag der konkreteste war: Er fordert den zuständigen Stadtentwicklungsausschuss auf, für die weitere Entwicklung des Sanierungsgebietes Parkstadt-Süd einen Rahmenplanungsbeirat nach dem Vorbild des Rahmenplanungsbeirates „Braunsfeld/Müngersdorf/Ehrenfeld“ einzusetzen.

Nur so sei eine inhaltliche Fortsetzung des abgelaufenen kooperativen Beteiligungsverfahrens gewährleistet, hieß es. Das zitierte Gremium gilt als vorbildlich: In den zurückliegenden Jahren habe es beispielhaft eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Investoren, Politik und Verwaltung bei der Entwicklung eines bezirksübergreifenden Raumes geleistet.

Konflikte früh ausräumen

Aufgrund der Zusammensetzung des Beirates aus Anwohnern, Mitgliedern von Bürgervereinigungen, Vertretern von Unternehmen, Grundstückseigentümern und Projektentwicklern war es möglich, einen breiten Konsens aller Beteiligten und Betroffenen zu erzielen. 

Wesentliche Aufgabe solch eines Beirates, so die Grünen, sei es, Konflikte früh zu erkennen und  auszuräumen.  Grünen-Fraktionschefin Antje Kosubek: „Die Ideenbeiträge, die von der Stadtgesellschaft beim Workshopverfahren gemacht wurden, können als wertvolle Ressource weitergenutzt werden und gehen nicht verloren.“

Die SPD forderte indes, unabhängig vom Braunsfelder Vorbild  ein eigenständiges Konzept „für eine innovative Beteiligung der Bürger und institutionell Interessierte“  zu erarbeiten. 

Aus der CDU kamen indes klare Worte der Ablehnung: „Wozu hatten wir denn ein Werkstattverfahren? Das war doch ein sehr breit aufgestelltes Gremium“, so Günter Leitner; das genüge. Nachdem der Antrag der Grünen mit den Stimmen von Deine Freunde und Die Linke  eine knappe Mehrheit erzielte, zog die SPD ihren eigenen Antrag zurück.

Die endgültige Entscheidung über die Verwaltungsvorlage soll am Donnerstag, 10. März, im Stadtentwicklungsausschuss fallen.