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Mega-Baustelle TH KölnSo soll die neue Mensa in Deutz aussehen – Baustart ab 2031 geplant

3 min
Blick auf die neue Mensa mit ihrem großzügigen Entree zum Campusplatz

Blick auf die neue Mensa mit ihrem großzügigen Entree zum Campusplatz

Der Siegerentwurf stammt von einem Büro aus Zürich. Das neue Gebäude soll teilweise aus Bestandsmaterial gebaut werden.

Die Bauarbeiten an der TH Köln in Deutz schreiten voran: Im Mai legte die Hochschule den Grundstein für das neue Hörsaalzentrum, und damit des ersten von mehreren geplanten Neubauten. Auch eine neue Mensa soll die TH Köln bekommen. Start der Baumaßnahmen ist voraussichtlich ab 2031, teilt die Pressestelle mit. Erstmals gibt es Visualisierungen vom Mensa-Neubau. Der Siegerentwurf stammt von den Schweizer Architekten Penzel Valier AG. Das Büro sitzt in Zürich.

Zentrale Idee des Entwurfs ist, Teile des Altbestands wie die Stützen und Decken der Halle Nord für den Bau zu verwenden. Die Ästhetik soll die industrielle Prägung des Stadtteils aufgreifen. Gleichzeitig habe der ressourcenschonende Technikeinsatz überzeugt, heißt es: Man nennt diesen Ansatz „Low Tech“. Die Architekten arbeiten mit dem Tageslicht, natürlicher Lüftung sowie Abwärme.

Für das neue Mensagebäude hatte die Jury zunächst aus insgesamt zwölf Einreichungen drei Entwürfe ausgewählt. In der zweiten Stufe setzte sich Penzel Valier durch. Ausgelobt wurde der Wettbewerb vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB).

Mensa der TH Köln soll Herz des neuen Campus bilden

Die Mensa soll ein Herzstück des neuen Campus bilden. Im selben Gebäude sollen auch Teile der Hochschulverwaltung, der Asta, der Senatssaal und die zentrale Pforte für den Campus untergebracht werden.

Im hellen Innenraum dominiert ein Mix aus Stahlbeton und Holzbau.

Im hellen Innenraum dominiert ein Mix aus Stahlbeton und Holzbau.

Die Jury, bestehend aus TH-Professoren, aber auch Sachverständigen, bezeichnet die Gebäudestruktur als „als bewusst simpel und adaptierbar“. Die sich zum Platz hin weit öffnende Fassade mit einer zweigeschossigen Speisesaalzone sei ein großzügiges Entree und besonders in der warmen Jahreszeit vielseitig nutzbar. Der Entwurf überzeuge zudem durch die Atmosphäre und die gute Aufenthaltsqualität für Gäste und Personal.

Das Bauprojekt an der TH Köln gehört zu den größten in Nordrhein-Westfalen. Bauherr ist der BLB NRW. Es gibt drei Bauabschnitte. Während des ersten Bauabschnitts (2022 bis 2028), der mit jahrelanger Verzögerung gestartet ist, wurden das Gelände vorbereitet, Bestandsgebäude abgerissen und ein Interimsparkplatz errichtet. Allein der erste Bauabschnitt soll laut früheren Prognosen 280 Millionen Euro kosten. Laut Plan soll der Campus 2042 fertig sein.

Neuer Campus der TH Köln soll offen gestaltet sein

In diese erste Phase fallen neben dem Hörsaalzentrum auch der Bau eines Fakultätsgebäudes und eines Parkhauses. Das Fällen von rund 50 Bäumen auf dem Campus hatte zuletzt Proteste und Unmut ausgelöst. In der letzten Bauphase soll unter anderem das markante blau-gelbe Hochhaus abgerissen werden. Mit grünen Inseln, Flaniermeilen und freundlichen Gebäuden soll sich der neue Campus mehr zu den angrenzenden Stadtteilen Deutz und Kalk öffnen.

Auch diese Pläne rufen Kritik hervor, unter anderem aus den eigenen Reihen. In der Fakultät für Architektur gibt es kritische Stimmen, die zum Beispiel bemängeln, dass mehr abgerissen als wiederverwertet und saniert wird – in Zeiten des Klimawandels eine „unnötige Energieverschwendung“. Die Hochschule betreibe zudem Greenwashing. Maßnahmen wie Begrünung täuschten über die tatsächliche ökologische Belastung des Projekts hinweg, lautet ein weiterer Punkt.