Das „Theater der Keller“ hat seine dauerhafte Bleibe gefunden. Laut des Trägervereins macht die Finanzierung Fortschritte.
„Es sieht gut aus“Ältestes Kölner Privat-Theater sichert sich Fördergeld

Neue Heimat: Michael Meichssner, Geschäftsführer vom „Theater Der Keller“, Barbara und Walter Thies (Architekten/v.l.) erklären die Pläne des Umzugs.
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Der Trägerverein des „Theater der Keller“ ist optimistisch, dass es zur Spielzeit 2027/2028 in der profanierten Kirche des Dominikaner-Konvents Heilig Kreuz an der Lindenstraße ganz in der Nähe des Rudolfplatzes eröffnen kann (wir berichteten). Das teilte der Vorsitzende des Trägervereins, CDU-Ratsmitglied Ralph Elster, mit. „Es sieht gerade sehr gut aus.“
Aktuell ist das Theater, das 1955 in einem Lindenthaler Luftschutzbunker gestartet und lange in der Südstadt zu Hause war, Untermieter der Tanzfaktur in Deutz. Über das Theater schreiben die Betreiber: „Unser Spielplan widmet sich aktuellen, gesellschaftspolitischen Themen, die in Eigenentwicklungen und zahlreichen Ur- und Erstaufführungen umgesetzt werden.“
Hoffen auf Spendenbereitschaft
Laut Elster hat die NRW-Stiftung dem ältesten privaten Theater Kölns 300.000 Euro Fördergeld zugesagt, um das ehemalige Gotteshaus in ein Theater mit rund 300 Plätzen umzufunktionieren. Weitere 1,2 Millionen Euro stammen von der Stadt, dem Landschaftsverband Rheinland und aus Eigenmitteln. Elster hofft auf einen Baustart ab etwa September.
Die Hauptbühne wollen die Architekten im Mittelschiff platzieren, allerdings wird das Publikum nicht in Richtung des Altarraums schauen, sondern in die Gegenrichtung. Die Sitzplätze befinden sich auf einer Art Tribüne. Von den Seitenschiffen, in denen unter anderem ein Foyer mit Zugang zu einem kleinen Hof geschaffen wird, wird der Hauptraum durch Gipskartenwände mit integrierten Türen getrennt.

Der Vorsitzende des Trägervereins, CDU-Ratsmitglied Ralph Elster.
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Um auf die nötigen 1,8 Millionen Euro zu kommen, hofft der Trägerverein noch auf Spenden in Höhe von insgesamt rund 350.000 Euro. Für 10.000 Euro erhalten Spender einen Teil an einer sogenannten „Wall of Fame“ im Foyer.
Der Dominikaner-Konvent hatte 2021 das Klostergebäude an der Lindenstraße aufgegeben, der letzte Gottesdienst in der Kirche fand 2022 statt. Mit den Dominikanern hat der Trägerverein einen Vertrag über 80 Jahre abgeschlossen.
Auch die Krypta soll möglicherweise noch als Bühne genutzt werden, doch dafür braucht es zusätzliches Geld. Laut Elster ist es eine Option, einen Kredit aufzunehmen. (mhe)

