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Riphahn-BauAuf der Hahnenstraße lebt Kölner Baugeschichte wieder auf

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Der Riphahn-Bau wieder in ursprünglicher Form

  1. Die Bettenfirma Fennobed ist in das denkmalgeschützte Gebäude Hahnenstraße 31 gezogen.
  2. Der Bau des berühmten Kölner Architekten Riphahn hat durch Umbauarbeiten seinen ursprünglichen Bauhaus-Charme zurückgewonnen.

Innenstadt – Gegenüber dem Kölnischen Kunstverein „Die Brücke“ wird ein Stück Kölner Bautradition wiederhergestellt: Der Spezialist für Boxspringbetten, Fennobed, ist in die denkmalgeschützte Hahnenstraße 31 eingezogen und hat dort einen neuen Showroom eröffnet.

Im Zuge des Nutzerwechsels – vorher war das Bettengeschäft Duxiana in den Räumen – wurde eine voluminöse Metallblende entfernt, die in den 70er Jahren um das Vordach des Pavillons gebaut worden war. Das Gesamtbild des nach 1945 von Wilhelm Riphahn entworfenen Straßenzuges hat dadurch ein Stück seines ursprünglichen Bauhaus-Charmes zurückgewonnen.

„Es sah nicht nur störend aus, sondern hat das Ladenlokal auch sehr dunkel gemacht“, sagt Marcel Meyer, dem das finnische Familienunternehmen die Geschäftsführung für den neuen Standort in Köln übertragen hat.

Was dort nun verkauft wird

Der Bauhausstil passt auch zu den Betten der Marke: Das Konzept der Produktdesigner Elli und Andreas Lehnhoff verbindet skandinavische Natürlichkeit – das heißt: viel Federung – und die Liebe für klares Design mit deutscher Präzision.

Die Betten entstehen mit Hilfe eines Baukastenprinzips: „Der Kunde kann sich nach seinen individuellen Vorlieben sein persönliches Traumbett zusammenstellen“, berichtet Meyer. Kein Bett gleiche dem anderen. „So unterschiedlich wir Menschen alle aussehen, so unterschiedlich sind auch die Bedürfnisse an Schlafmöbel“, sagt der 38-Jährige.

Die Grundelemente können mit verschiedenen Stoffen, Hussen, Füßen und einer großen Auswahl an passenden Kopfteilen kombiniert werden. 138 Farben stehen zur Auswahl, Länge und Breite der Bettgestelle sind flexibel anpassbar. Gearbeitet wird ausschließlich mit Ökotextilien und unbehandelten Vollhölzern, Naturlatexen sollen dafür sorgen, dass die Schlafmöbel möglichst lange antiseptisch bleiben. „Alle Bestandteile kommen aus der EU“, sagt Meyer.

Weil es sich bei Fennobed im Prinzip um einen Werksverkauf handelt, fallen hohe Zwischenhändlermargen für den Endkunden weg. Mit Ikea sind die Premiumbetten dennoch nicht vergleichbar: Je nach Ausstattung kosten sie bis zu 8000 Euro. Die Lieferung dauert etwa sechs Wochen.