Verwaltung soll Konzept legenZwei autofreie Tage in der Kölner Innenstadt geplant

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Viel Verkehr: Die Ost-West-Achse in der Innenstadt

Köln-Innenstadt – An mindestens zwei Tagen in diesem Jahr soll die City autofrei sein. Das hat die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt auf Antrag der Grünen-Fraktion in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein Konzept vorzulegen. Die Grünen, mit denen Vertreter von Linken und „Die Partei“ stimmten, berufen sich auf frühere Signale der Verwaltung.

Im Dezember 2018 habe die damalige Verkehrsdezernentin Andrea Blome in Reaktion auf entsprechende Vorstöße im Verkehrsausschuss geäußert: „Die Verwaltung wird die Anträge zur Einführung von autofreien Tagen in Köln umfassend insbesondere unter Berücksichtigung der Luftreinhaltung und des Erlebnisraums Stadtquartier prüfen.“

Autofreier Tag in ganz Europa

In der Sitzung des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden im März 2019 habe ein Vertreter des Amts für Straßen und Verkehrsentwicklung darauf hingewiesen, „dass die Verwaltung im dritten Quartal 2019 in den politischen Gremien ein Grobkonzept vorstellen möchte, welches auch die Initiativen in Brüssel und Paris berücksichtigt“. Beide Städte hatten sich für einen autofreien Tag in ganz Europa ausgesprochen.

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Seinerzeit bat der Beschwerdeausschuss die Verwaltung, den Vorschlag in ihre Bemühungen einzubeziehen, den Autoverkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Doch das Konzept sei bisher nicht vorgelegt worden, so die Grünen. Darin schlagen sie bestimmte Tage vor: 30. April/1. Mai, 21./22. Mai beziehungsweise 17./18. September.

SPD, CDU und FDP votierten gegen den Antrag. Die ersten Terminvorschläge ließen zu wenig Zeit, um ein Konzept zu erarbeiten, sagte Alicem Polat (SPD). Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sagte, der Verkehrsausschuss müsse ohnehin darüber befinden, denn der Antrag habe „gesamtstädtische Bedeutung“.

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