Köln – Der Logistik- und Lagerflächenmarkt in Köln hat seit Jahresbeginn besonders schwache Umsätze verzeichnet. Das geht aus einem Bericht des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate hervor, der am Montag veröffentlicht wurde.
Demnach wurden in Köln seit Januar lediglich 57 000 Quadratmeter Logistik- und Lagerfläche neu vermietet – das sind 57 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2018 und 45 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Seit Januar gab es zudem keinen großen Mietvertrag für eine Fläche mit mehr als 12 000 Quadratmetern.
Online-Handel trägt zu Konkurrenzdruck bei
„Der entscheidende Grund für den seit mittlerweile mehreren Quartalen ungewöhnlich niedrigen Umsatz ist ein kaum noch vorhandenes Angebot, vor allem im großflächigen Marktsegment“, sagt Christopher Raabe, Managing Director bei BNP Paribas Real Estate. Der Mangel an Grundstücken, bei gleichzeitig steigenden Grundstückspreisen und einer zunehmenden Konkurrenz mit anderen Nutzungen, lasse Projektentwicklungen kaum zu.
Auf dem Markt herrscht ein großer Konkurrenzdruck, weil Wohn- und Büroflächen deutlich höhere Quadratmeterpreise erbringen als Logistikflächen. Gleichzeitig besteht an diesen aber ein hoher Bedarf, weil immer mehr Handelsgüter transportiert werden. Das hängt auch mit dem wachsenden Online-Handel zusammen, der auch in den Innenstädten Logistikflächen notwendig macht, um die Ware besser an die Haushalte verteilen zu können.
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Keine Entspannung in Sicht
Im kleinen und mittleren Marktsegment, bei dem es um Flächen mit einer Größe von weniger als 12 000 Quadratmetern geht, hat BNP Paribas Real Estate einen „regen Bedarf“ festgestellt. Mehr als die Hälfte des Umsatzes entfällt demnach auf Flächen mit einer Größe zwischen 3000 und 5000 Quadratmetern – das sei auch absolut betrachtet der beste in einem ersten Halbjahr festgestellte Wert.
Ähnliches sei bei Flächen mit einer Größe von bis zu 3000 Quadratmetern der Fall. „In absehbarer Zeit zeichnet sich keine deutliche Entspannung der Angebotssituation ab“, sagt Raabe. Vor diesem Hintergrund seien Umsätze mit großen Flächen auch in der zweiten Jahreshälfte nur vereinzelt zu erwarten. (red)


