Der Kinder- und Jugendtreff des SKM ist für junge Leute Im Mönchsfeld schon lange Anlaufstelle. Nun wird dieser offiziell zur Jugendeinrichtung.
Kölner NordenJugendtreff in Roggendorf kann langfristig planen

Möchten zwischen den Bewohnern der verschiedenen Quartiere Brücken bauen: Fabian Stettes (Mitte) und die Mitarbeiter von Jugendtreff und Begegnungshaus.; Jugendtreff Roggendorf
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Der Kölner Norden hat eine gut ausgebaute Infrastruktur an öffentlichen Jugendangeboten vorzuweisen: In vielen Stadtteilen des Bezirks Chorweiler finden sich Jugendeinrichtungen und -zentren, so etwa in Chorweiler, Seeberg, Heimersdorf, Volkhoven/Weiler, Worringen – und nun auch in Roggendorf/Thenhoven: Wie aus einer Mitteilung der Verwaltung an den Jugendhilfeausschuss und die Bezirksvertretung Chorweiler hervorgeht, gelten seit Beginn des Jahres auch der „Kindertreff im Mönchsfeld“ und der „Jugendtreff im Mönchsfeld“ offiziell als vollwertige Jugendeinrichtung. Die Trägerschaft der Einrichtung mit zwei in Vollzeit beschäftigten Fachkräften, in der beide Angebote aufgehen, übernimmt wie schon bislang der Sozialdienst katholischer Männer (SKM).
Ladenlokal einer ehemaligen Drogerie wurde zum Treff für Jugendliche
Praktisch gesehen leistet dieser nämlich bereits seit 2010 Jugendarbeit für den wachsenden Stadtteil, in dem 2024 1259 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren gezählt wurden. Lange Zeit stand dafür als Ort jedoch nur der mit bunten Graffiti versehene Bauwagen am Bolzplatz Im Mönchsfeld zur Verfügung, der dort auch heute noch steht. Das änderte sich mit der Gründung des Begegnungshauses Roggendorf-Thenhoven, das mit Unterstützung der Wohnungsgesellschaft Vonovia 2019 im Ladenlokal einer ehemaligen Drogerie an der Kreuzung von Walter-Dodde-Weg und Sinnersdorfer Straße eröffnet werden konnte und das sich generationenübergreifend an alle Altersstufen richtet. Dieses bot geeignete Räumlichkeiten, um tägliche Angebote wie eine Hausaufgabenhilfe und eine Übermittagsbetreuung zu realisieren. Neben dem Begegnungsraum mit Tischtennisplatte und Sofas im Eingangsbereich, stehen hier im Kellergeschoss ein Raum für Sport- und Bewegungsangebote, ein Tonstudio, ein eigener Raum für Mädchen und ein weiterer Rückzugsraum zur Verfügung.
Bislang jedoch galt das Angebot noch immer als Projekt, für das sich der SKM immer wieder um befristete Finanzierungen bemühen musste. „Nun geht es in die Regelfinanzierung über, was für uns den Druck heraus nimmt, jedes Jahr aufs Neue Gelder akquirieren zu müssen. Das setzt auch auf struktureller Ebene viel Arbeitskraft und -zeit frei“, erklärt Fabian Stettes, Fachbereichsleiter für Kinder, Jugend und Familie beim SKM. Tatsächlich kam die Entscheidung der Fachverwaltung daher auch keinen Moment zu früh. „Zuletzt hatten wir uns durch eine Übergangsförderung der Aktion Mensch finanziert, die allerdings Ende März ausläuft. Wäre die Umwandlung in eine Jugendeinrichtung jetzt nicht gekommen, hätten wir unsere Angebote tatsächlich reduzieren müssen“, so Stettes.
Ursprünglich einmal als Angebot speziell für den Sozialraum der Siedlung Im Mönchsfeld ins Leben gerufen, richtet sich die Einrichtung nun, wie auch das Begegnungshaus allgemein, ausdrücklich an den gesamten Stadtteil. „Ich finde, das ist auch ein wichtiges Signal an das Veedel“, meint Stettes, „damit wird anerkannt, dass hier alle Kinder und Jugendlichen ein Anrecht auf Förderung haben“.
