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Trauerfeier in St. ApostelnBewegender Abschied vom „Kölschen Original“ Günter Pütz

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Trauerfeier in St. Apostel für Günter Pütz, der in der vergangenen Woche im Alter von 75 Jahren verstorben ist.

Trauerfeier in St. Apostel für Günter Pütz, der in der vergangenen Woche im Alter von 75 Jahren verstorben ist.

Emotionaler Abschied von Günter „Magic“ Pütz: In der Basilika St. Aposteln fand die Trauerfeier für das „Kölsche Original“ statt. 

„Du hast jeden Raum zum Leuchten gebracht!“ Mit diesen bewegenden Worten verabschiedeten sich am Mittwochabend in der Basilika St. Aposteln am Neumarkt Familien und Freunde, Angehörige und Weggefährten, Fußballer und Karnevalisten, Promis und Gastronomen von Günter Pütz. Der Kölner Event- und Medienmanager starb am 30. Juni im Alter von 75 Jahren an einer Krebserkrankung.

Licht, das war sein Element – und damit brachte Günter Pütz, der mit der Vermietung von Lampen und Leuchten groß wurde, Köln zum Strahlen. Vor 26 Jahren baute Pütz mit den MMC-Studios in Ossendorf das „Kölsche Hollywood“ auf. Mit der ersten Verleihung des Deutschen Fernsehpreises wurde Köln zur TV-Metropole und Traumfabrik.

„Er brachte Glanz und Freude in die Stadt“

Vor 25 Jahren ließ es „Magic Günter“ weiter krachen. Seinen 50. Geburtstag und das 40-jährige Bestehen seiner Firma „Magic Light & Sound“ feierte er zusammen als „90 Lichtjahre“ – mit 1600 Promis und einem gigantischen Feuerwerk.

In der Basilika St. Aposteln am Neumarkt verabschiedeten sich Familien und Freunde, Angehörige und Weggefährten, Fußballer und Karnevalisten, Promis und Gastronomen von Günter Pütz.

In der Basilika St. Aposteln am Neumarkt verabschiedeten sich Familien und Freunde, Angehörige und Weggefährten, Fußballer und Karnevalisten, Promis und Gastronomen von Günter Pütz.

„Mit seinen Galas, Festen und Begegnungen brachte er Glanz und Freude in die Stadt. Mit seinem Humor, seiner Schlagfertigkeit und seinem unverwechselbaren Wesen brachte er die Menschen zum Lachen“, schrieb die Familie – seine langjährige Partnerin und Seelenverwandte Ursula Brauckmann sowie seine vier Kinder samt Familien – in der Einladung zur Trauerfeier über ihn. „Seine Leidenschaft galt dem Fußball, besonders seiner Viktoria Köln.“ Denn auch für den beliebten Drittligisten schlug sein Herz, zehn Jahre lang war er Präsident des FC Viktoria Köln 1904 e.V.  

Viktoria Köln: „Günter Pütz war ein kölsches Original“

„Mit Günter Pütz verliert Viktoria Köln eine Persönlichkeit, die den Verein geprägt hat. Die gleichzeitig in schwierigen Situationen vermitteln und entscheiden konnte. Mit dem Herz am rechten Fleck“, heißt es im Nachruf des Vereins. „Günter Pütz war ein kölsches Original. In Kölle geboren, im Karneval aktiv, mit dem Herzen beim Vussball.“

So wie Viktoria Vussball typischerweise mit „V“ schreibt, war gestern auch „die gesamte Viktoria-Vamilie herzlich eingeladen, gemeinsam Abschied zu nehmen.“ Und viele Sportfreunde kamen, die mit Blumenherzen geschmückte Basilika war fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Auch Reiner Calmund nahm an der Trauerfeier für Günter Pütz teil.

Auch Reiner Calmund nahm an der Trauerfeier für Günter Pütz teil.

Zahlreiche Prominente – von DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig über Gaffel-Chef Heinrich Philipp Becker bis zu Sängerin Linda Teodosiu – erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre. Schauspieler Tom Gerhardt sagte traurig: „Er war ein kölsches Urgestein, das ich sehr gemocht habe.“

TV-Promi Reiner Calmund, der mit Arena-Chef Stefan Löcher und Ralf Schlegelmilch, Präsident der Willi-Ostermann-Gesellschaft, zur Trauerfeier kam, betonte: „Günter Pütz war ein Mann aus dem Leben und von großem sozialen Engagement. Für ihn habe ich die 300 Kilometer lange Anfahrt aus Saarlouis gerne in Kauf genommen.“

Ergreifende Beiträge seiner Angehörigen

Ein andächtiges Schweigen setzte ein, als die Streicherinnen vom „Kwartett Lateng“ (zwei Geigen, Bratsche, Cello) das Lied „Hück steiht de Welt still“ von Cat Balou anstimmten und nach Gebet und Lesung die „Stääne“ (Klüngelköpp) aufgingen.

Schauspieler Tom Gerhardt sagt über Günter Pütz: „Er war ein kölsches Urgestein, das ich sehr gemocht habe.“

Schauspieler Tom Gerhardt sagt über Günter Pütz: „Er war ein kölsches Urgestein, das ich sehr gemocht habe.“

Die Trauerreden hielten Marcel Kappestein von der Prinzen-Garde Köln, Holger Kirsch, Präsident von Viktoria Köln, und Sven Tuchscherer von der „Grosse Braunsfelder KG von 1976“. Alle betonten, welche Lücke Günter Pütz im Herzen der Menschen und im Herzen Kölns hinterlässt.

Seine Angehörigen erinnerten in ergreifenden Beiträgen an einen geliebten Lebenspartner, Vater und Familienmenschen, der ihnen Halt, Wärme und Nähe schenkte und das Gefühl zusammenzugehören. Mit dem berührenden Elton-John-Song „Don’t let the sun go down on me“, interpretiert von „Räuber“-Frontmann Sven West, und dem legendären Hit „Music“ von John Miles, Lieblingslied von Günter Pütz seit 50 Jahren, endete die Trauerfeier.

„Er war einfach die Liebe meines Lebens“, sagt seine Partnerin Uschi Brauckmann. „Diese Gedenkfeier hat ihm sicher gefallen. Er war ja dabei.“ Die Trauergemeinde zog später vom Neumarkt zum „Heising & Adelmann“ an der Friesenstraße. Ein Lokal, in dem Günter Pütz gerne war. Die Beerdigung erfolgte im engsten Familienkreis.