Kommentar zum RheinuferKölner Promenade wird mit billigstem Material verschandelt


Die provisorisch asphaltierte Rheinuferpromenade vor der Altstadt.
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- Es sollte nur eine vorübergehende Lösung sein – der billig asphaltierte Rheinufer-Abschnitt vor der Altstadt.
- Doch jetzt wird daraus ein Dauerzustand – wie so oft in Köln. Unser Kommentar.
Köln – Das Wort Provisorium lässt in Köln viele Menschen aufschrecken, denn entgegen der eigentlichen Bedeutung handelt es sich nur selten um eine vorläufige Lösung. Vielmehr entwickelt sich daraus allzu oft ein – meist unerfreulicher – Dauerzustand.
Während sich andere Städte mit aller Kraft darum bemühen, ihren wichtigsten Orten eine würdige Bühne zu bereiten, ist es den Verantwortlichen in Köln offensichtlich völlig egal, wie sich die Stadt präsentiert. Keine Frage, wenn Radfahrer ins Rutschen geraten, muss die Sicherheit an erster Stelle stehen.
Als Notmaßnahme okay
Als Notmaßnahme geht das Asphaltieren des Rheinufers daher völlig in Ordnung. Dass die Verkehrsdezernentin und die zuständigen Amtsleiter aber kein Problem damit haben, eine so prominente Stelle jahrelang mit dem billigsten Material zu verschandeln, ist nicht nachvollziehbar.
Es mangelt offenbar an dem Bewusstsein, wie eine Stadt mit ihren Schmuckstücken umzugehen hat – und dazu gehört die Altstadt-Promenade. Die Politiker im Stadtrat stehen jetzt in der Pflicht, den Asphalt als Dauerzustand nicht länger hinzunehmen und das Verkehrsdezernat mit einer hochwertigen Interimslösung zu beauftragen.
