Im Herbst werden die Karten neu gemischt. Bei der anstehenden Kommunalwahl im September können die Menschen in Chorweiler erneut die Mitglieder ihrer Bezirksvertretung wählen. Fünf Jahre lang, bis 2025, werden die Politiker das Amt dann ausüben. Das Gremium setzt sich für die Belange des Bezirks und seiner zwölf Stadtteile ein, etwa bei Verkehrsthemen, bei der Schulpolitik, bei Bauprojekten oder kulturellen Fragen.
NEUER STADTTEIL
Das ambitionierte Projekt nimmt Fahrt auf. Die Stadt plant auf dem großen Acker gegenüber von Blumenberg einen komplett neuen Stadtteil mit Wohnungen, Schulen und vielem mehr. In den kommenden Monaten entsteht ein Masterplan, an dessen Ausarbeitung die Öffentlichkeit nach Angaben der Stadt beteiligt werden soll. Nach diesem Plan soll das Kreuzfeld dann vom Jahr 2023 an bebaut werden. Die Chorweiler Bezirksvertretung hat gefordert, im neuen Stadtteil unter anderem einen Bildungscampus einzurichten und den Blumenbergsweg auszubauen – mit Anschluss an die Autobahn 57.
LINDWEILER
Das Soziale Zentrum Lino-Club erhält ab dem Sommer ein neues Gesicht. Für rund 8,3 Millionen Euro wird die Einrichtung am Unnauer Weg in ein multifunktionales, barrierefreies und klimafreundliches Mehrgenerationenhaus verwandelt. Das Projekt ist ein tragendes Element des „Integrierten Handlungskonzepts“, mit dem der Stadtteil aufgewertet werden soll. Auf rund 8000 Quadratmetern entsteht ein begehbarer Campus mit neuen Räumen. Aber in Lindweiler gibt es nicht nur dieses generationenübergreifende Projekt, unter anderem soll auch die Mitte des Stadtteils neu gestaltet werden. Die Arbeiten werden mit dem Städtebau-Programm „Soziale Stadt“ des Bundes gefördert.
HAUS FÜHLINGEN
Ein hartnäckiges Problemkind im Bezirk. Jahr für Jahr verfällt das denkmalgeschützte Gemäuer weiter, getan wurde trotz mehrerer Anläufe von Investoren bislang – nichts. Nun will der aktuelle Investor, die German Property Group, einen neuen Bauantrag stellen. Die Chorweiler Bezirksvertreter sorgen sich um den Zustand des Hauses und um unwillkommene Gäste, die in das leerstehende Gemäuer einsteigen – was bei dem maroden Zustand ein großes Sicherheitsrisiko ist. Und so mancher Bürger befürchtet, dass der ehemals prachtvolle Gutshof ganz und gar verfällt – und dann nicht mehr zu retten ist.