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Konzert in KölnEin Gänsehautmoment mit Sasha im Kölner Gloria

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Köln – Die ganz großen Charts-Erfolg liegen bereits ein paar Jahre zurück, seine Fans weiß Popsänger Sasha aber nach wie vor zu mobilisieren: Im ausverkauften Kölner Gloria-Theater gab der charismatische 43-Jährige jetzt den Startschuss für eine intime Club-Tour zum gleichnamigen Album „The One“. Das neue Material ist geprägt von einen Reifeprozess: Die erste Singleauskopplung „Good Days“ etwa ist erwachsener Pop, in dem sich treibende Refrains mit düsteren Strophen über neue Anfänge und alte Narben abwechseln. Schnell aufgehellt wird diese Stimmung aber anschließend beim mit Fingerschnipsen und Steelpan angereicherten Stück „Girl like you“, das er in den letzten Takten mit einem Cover des Ohrwurms „Rude“ der kanadischen Reggea-Band „Magic!“ ausklingen lässt.

Gegen Hälfte des Konzerts lässt sich der Sänger die Show bereitwillig von einer Frau stehlen. Für „Silver Linnings“ bittet Sasha die Nichte seiner Verlobten Lynnne zu sich auf die Bühne. Das Duett, ebenfalls auf dem aktuellen Album enthalten, sorgt für den großen Gänsehautmoment des Abends, denn Lynne, wie sich die Nichte in der Musikwelt nennt, ist mit einer begnadeten Stimme gesegnet. Sasha geht sogar so weit, das Feld komplett zu räumen. Die dunkelhaarige Schönheit - alleine zurückgelassen - nutzt die Gelegenheit und schleicht sich mit ihrem Cover des Kygo-Songs „Stole the Show“ nachhaltig ins Gedächtnis des Publikums. 

Nicht ohne bleibenden Einfluss scheint auch Sashas letztjährige Teilnahme an dem Showformat „Sing meinen Song“ des Senders Vox, bei dem Künstler verschiedener Genre die Songs der anderen Teilnehmer neuinterpretieren, geblieben: Aus dem an sich schlecht gealterten Pop-Song „Rooftop“ aus dem Jahr 2002 wird live plötzlich eine Funk-Nummer im Geist Nile Rodgers‘, aus „Coming Home“ eine Swing-Nummer und „This is my time“ transformiert auf einmal zu eine Clubnummer, die zwischen House und Rave mäandert. Weil letztere Version allerdings nicht wirklich überzeugt, ist die Freude der Fans umso größer, dass weitere Hits wie „Lucky Day“ oder „Hide & Seek“ während des restlichen Abends unangetastet bleiben.