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Alte PlakateSo sah die KVB-Werbung in den vergangenen 20 Jahren aus

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Fünf Geistliche an der Haltestelle Königsforst.

Köln – Die Kölner Verkehrs-Betriebe gehen mit ihren Kunden und Facebook-Fans auf Zeitreise. „Wir verschenken Restposten unserer Plakate aus den vergangenen 20 Jahren“, kündigte das Unternehmen am Dienstag auf seiner Facebook-Seite an.

Nach rund zwei Stunden waren fast alle Plakate weg. Darunter auch drei mal zweieinhalb Meter große Exemplare. „Der Ansturm war riesig, damit hätten wir wirklich nicht gerechnet“, sagt Markus Zapf vom Social-Media-Team.

Die Plakate dokumentierten nicht nur ein Stück Geschichte des Unternehmens, „sondern auch ein gutes Stück Stadtgeschichte“, sagte KVB-Vorstandschef Jürgen Fenske bei der Eröffnung einer Plakat-Ausstellung im Jahr 2011. Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an Karin und Klaus?

Auf den nächsten Seiten zeigen wir KVB-Werbeplakate aus den vergangenen 20 Jahren.

Bischof, Priester und Nonnen auf Ausflug - mit fünf Geistlichen und der Linie 9 an der Haltestelle Königsforst warb die KVB im Jahr 2006 für das Tagesticket.

Damals, als es das Ringfest noch gab und und die Coolsten noch von „cruisen“ sprachen. Eine KVB-Werbung aus den Jahr 2004:

Sie fährt mit Bus und Bahn zur Arbeit, er in den Tennis-Club: Kennen Sie noch Karin und Klaus? Karin im roten Kostüm, die im Laufschritt Klaus im Sportdress ihren Fahrschein übergibt. Mit dem Plakat „Morgens Karin, abends Klaus“ warb die KVB 1995 für die Übertragbarkeit des 9-Uhr-Umwelttickets.

Das lustige Quintett der Tages-Ticket-Werbung aus dem Jahr 2005. Seitdem fragen wir uns, warum die junge Dame in der Mitte ihre Ballettschuhe um den Hals trägt und nicht in einer Tasche. Warum die Frau rechts von ihr für die neuen Schuhe keine Tüte bekommen hat. Warum in den wir in den vergangenen zehn Jahren keinen einzigen Saxophonspieler in der Stadtbahn gesehen haben. Und wieso eigentlich noch nie ein Köbes mit Kölsch-Kranz vorbeikam.

Lesen Sie im nächsten Abschnitt: Eiszeit, Wüste, Überschwemmungen - wie die KVB für Bus, Bahn und Umwelt warb.

2007: Start der Klima-Kampagne der KVB. Zum ersten Mal reitet ein Kamel über den Roncalliplatz.

Ein Jahr später ist die Wüste vor dem Dom passé. Man(n) fährt Floss.

2011 dann wieder Kamele ...

... und Eiszeit.

Lesen die im nächsten Abschnitt: Jecke Plakate und zuckersüße Angebote.

Kamele gingen auch schon vorher. Zum Beispiel 2002. Der €uro war neu €ingeführt und Wortspi€l€ mit dem neuen Währungsz€ich€n noch voll im Tr€nd.

Ein „Zuckersüßes Angebot“ zum Christopher-Street-Day 2005.

Zu den jecken Tages gab's schon immer Ticket-Angebote - 2005 bekam jeder Kunde sogar noch ein Schminkset dazu. Alaaf!

2006 schunkelten sich die Jecken bei der KVB schon mal für die WM in Deutschland ein. Statt Karnevals-Schminkset gab's Schminke in Schwarz-rot-gold.

Wie die KVB für ihre Kurzstrecken-Tickets und die Anbindung der Veedel warb, lesen Sie im nächsten Abschnitt.

1997 plakatierte die KVB eine Reihe von Postern zu den einzelnen Veedeln. „Von Merheim nach Montmartre“ oder „Von Nippes zur Moldau“ hießt es darauf zum Beispiel.

Heinz, Lisa, zwei Kölsch, eine Rose und eine Banane waren die Protagonisten für die Kurzstrecke-Kampagne Mitte der 90er Jahre.