Köln – Im Prozess wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen den Fotografen Achim L. sind am Dienstag mehrere Zeugen im Landgericht vernommen worden. L. soll sich in sechs Fällen seinen Fotomodellen im Alter zwischen sieben und 13 Jahren strafbar körperlich angenähert haben, so die Anklage.
So sollte etwa ein ehemaliger Produktionsleiter im Unternehmen Aussagen zur typischen Arbeitsweise des Angeklagten machen. Er wies auf eine stets „nahe, professionelle und sehr freundschaftliche“ Atmosphäre zwischen L. und den Kindern sowie den Eltern bei den Shootings im Studio des Angeklagten hin.
Es hätten mit einigen der Kinder „Auslandsreisen mit Urlaubscharakter auf die Philippinen und Malediven“ stattgefunden - Projekte, die der heute 54-jährige Fotograf zwischen anderen Auftragsarbeiten selbst initiiert hatte. Mit der Mutter eines der Kinder sei L. der Einschätzung des Zeugen zufolge auch „partnerschaftlich liiert“ gewesen. 2011 war der Mann bei der Firma von L. gekündigt worden.
Angeklagter besaß Fotobuch
2021 hatte ein weiterer Zeuge Bilder von sich in „einer Art Fotobuch“ gesehen, die ihm eine Journalistin vorgelegt hatte. Nur leicht bekleidet, „mit einem Tuch oder einer Unterhose“ sei der 42-Jährige im Alter von sieben oder acht Jahren ohne sein Wissen vom Angeklagten fotografiert worden, der ihn damals im Fußballverein trainiert hatte.
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Auch andere, ihm bekannte junge Spieler, seien laut seiner Aussage darin zu sehen gewesen. „Meine Familie und ich waren lange mit L. befreundet - als ich die Bilder sah, war das vorbei. Ich war geschockt und musste weinen.“ Das Buch sowie weitere mögliche Beweise sollen beim nächsten Verhandlungstag vorliegen.



