Sürth – Die „Lindemauer“ am Sürther Leinpfad auf Höhe des Sürther Bootshauses soll saniert werden. Aus Sicherheitsgründen wollen die Stadtentwässerungsbetriebe (Steb), die für das Projekt verantwortlich sind, die obere Brüstung von jetzt 90 auf 130 Zentimeter erhöhen. Wand und Brüstung sollen aus kostengünstigem Beton bestehen. Allerdings beschloss jetzt die Bezirksvertretung mit einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen eine „freundliche Gestaltung“ der Hochwasserschutz-Mauer, möglichst mit einem transparenten Geländer. Die Mauer befinde sich schließlich an einer beliebten Aussichtstrecke am Rhein, wo viele Ausflügler aus ganz Köln unterwegs sind. Die Bezirksregierung Köln als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde soll sich nun zusammen mit der Steb für eine optisch verträglichere Lösung einsetzen. Die Stadtteilpolitiker wollen sich an den Mehrkosten mit Stadtverschönerungsmitteln beteiligen, wenn nötig. Die Steb begründeten die Erhöhung der Brüstung mit Absturzgefahr für Passanten. Die direkten Anwohner der Straße „Am Rheinufer“ halten dagegen eine Erhöhung auf höchstens einen Meter für rechtlich erforderlich. Nicht nur sie seien in der Sicht beeinträchtigt, hieß es in der Bezirksvertretung. Auch Rollstuhlfahrer und kleine Menschen könnten nicht mehr über die Brüstung schauen. (süs)

Die Lindemauer in Rodenkirchen
Copyright: Ulrike Süsser