Blindgänger in LindenthalWeltkriegsbombe in Köln entschärft – Warnsystem aus Versehen ausgelöst

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Siegfried Konopatzki (links) und Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf mit der entschärften Weltkriegsbombe

Siegfried Konopatzki (links) und Michael Daenecke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf mit der entschärften Weltkriegsbombe

Ein in Lindenthal gefundener Blindgänger ist am Donnerstag erfolgreich entschärft worden. 1000 Personen waren von der Evakuierung betroffen.

Im Kölner Stadtteil Lindenthal ist am Donnerstagvormittag eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Gegen 17.45 Uhr ist die Freigabe zur Entschärfung erteilt worden, um 18.15 Uhr wurde die Bombe entschärft.

Köln-Lindenthal: Blindgänger bei Bauarbeiten gefunden – 1000 Personen betroffen

Bei Bauarbeiten nahe der Universitätsstraße/Ecke Bachemer Straße wurde der amerikanische Blindgänger entdeckt. 

In der Evakuierungszone lagen unter anderem Teile der Universitätsstraße und der Bachemer Straße, auch die Wiesen rund um den Aachener Weiher wurden gesperrt. Die beiden Krankenhäuser St. Hildegardis und ev. Krankenhaus Weyertal waren knapp ausgespart aus dem Evakuierungsgebiet. 

Universitätsstraße in beiden Fahrtrichtungen gesperrt

Folgende Straßensperren waren eingerichtet:

  • Universitätsstraße zwischen Dürener Straße und Kerpener Straße in beiden Fahrtrichtungen
  • Bachemer Straße zwischen Weyertal und Dassel-/Boisserée-/Linden- und Lützowstraße
  • Die Zufahrt zur Gyrhofstraße Richtung Universitätsstraße ist ab Höhe Hausnummer 8 gesperrt, ebenso die Zufahrt „An St. Laurentius“ Richtung Eckertstraße. Ferner ist die Zufahrt vom Zülpicher Wall zur Bachemer Straße gesperrt.

Rund 1000 Kölnerinnen und Kölner waren betroffen, teilte die Stadt mit. Eine Anlaufstelle für Betroffene war die Uni-Mensa.

Auch im KVB-Verkehr kam es aufgrund des Bombenfunds zu Einschränkungen:

  • An der Haltestelle „WiSo-Fakultät“ (Linien 136 und 146) fand kein Fahrgastwechsel mehr statt. Die Linien wurden später umgeleitet, als die Freigabe zur Entschärfung bevorstand.
  • An der Haltestelle „Bachemer Straße“ (Linie 142) wurde ebenfalls der Fahrgastwechsel ausgesetzt. Als die Universitätsstraße für den Verkehr gesperrt wurde, nahm auch die Linie 142 eine Umleitung.

Das Kölner Ordnungsamt und der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Düsseldorf (KDB) waren im Einsatz. Auch das Warnsystem Cell Broadcast wurde ausgelöst, Kölnerinnen und Kölner wurden vor dem Bombenfund gewarnt. Allerdings gab die Stadt Köln am Nachmittag auf Anfrage bekannt, dass das Auslösen des Systems nicht geplant gewesen sei.

„Es heute auszulösen, war nicht beabsichtigt, sondern dies erfolgte durch ein versehentlich gesetztes Häkchen. Dadurch gab es die Chance, das System im Ernstfall zu überprüfen. Es wird keine standardmäßige Auslösung bei weiteren regulären Kampfmittelräumungen geben“, sagte ein Sprecher der Stadt Köln.

Warnsystem Cell Broadcast: Einsatzleiter der Feuerwehr entscheidet über Auslösung

Ausschließlich Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen können die Warnmeldungen auslösen. Ob Cell Broadcast ausgelöst wird, wird in Köln vom Einsatzleiter/der Einsatzleiterin der Feuerwehr Köln entschieden. 

Laut Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichteten einige Personen, die Warnmeldung auf englischer Sprache erhalten zu haben. Dies könnte laut eines Sprechers der Stadt Köln an den Einstellungen des Mobiltelefons liegen. Mehr Informationen zu technischen Fragen zu Cell Broadcast gibt es auf der Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. (gro/mab/ft)

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