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Lob für jüdischen VereinKonzerte, Lesungen und andere Projekte schaffen Begegnung

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Empfang im Kölner Rathaus für den Verein 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Köln – Insgesamt 137 Veranstaltungen zum Thema „Jüdisches Leben“ haben in Köln von Anfang 2021 bis Mitte 2022 stattgefunden. Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich bei einem Empfang im Rathaus beim Verein „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ für die Organisation der vielfältigen Projekte bedankt.

Bundesweit gab es mehr als 2000 Veranstaltungen, um die erste urkundliche Erwähnung einer jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen zu feiern. Wegen der Corona-Pandemie mussten allerdings manche Veranstaltungen nach hinten verlegt werden, sodass das Programm in dieses Jahr verlängert wurde.

Konzerte, Lesungen und andere Projekte sollten den Menschen das jüdische Leben in Deutschland nahebringen. Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat im Verein den Vorsitz der Mitgliederversammlung übernommen. Er sieht die Projekte des Vereins als vollen Erfolg. Außerdem würdigte er den Einsatz der Stadt Köln, ohne deren Anschubfinanzierung die Veranstaltungen wohl nicht so groß geworden wären.

Fest auf dem Rathenauplatz

„Ich wollte Neugier in der Bevölkerung wecken, um Begegnungen zu schaffen“, sagte Ruth Schulhof-Walter, Vorstand des Vereins, die sich dieses Ziel zu Beginn der Planung 2018 gesetzt hatte. Begegnungen würden Vorurteile abbauen, sagte sie.

Über die Neugier der Besucherinnen und Besucher freute sich auch Markus Schreckhaas, Mitglied des Vereins. Zu Beginn von Chanukka – dem acht Tage dauernden, jährlich gefeierten jüdischen Lichterfest – fand am 28. November 2021 ein großes Fest auf dem Rathenauplatz statt. „Viele Menschen sind damals auf mich zugekommen und haben gefragt: „Was feiert ihr hier?“, sagte Schreckhaas. Er wünsche sich bei jedem jüdischen Fest eine große öffentliche Party, an der alle Menschen teilnehmen könnten – das schaffe Begegnungen.

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Oberbürgermeisterin Henriette Reker lobte die Organisation der Vereinsmitglieder. Sie sehe in solchen Veranstaltungen auch eine Möglichkeit für die Zukunft, um gegen wachsenden Antisemitismus anzukämpfen. „Es gab einen großen Informationsbedarf zu jüdischem Leben und Bräuchen in Köln“, sagte sie bei ihrer Rede im Rathaus. Vor allem mit Veranstaltungen für Schüler und Jugendliche könne man Begegnungen schaffen.