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Maggi-Geruch über in KölnInfopanne bei der Maggikalypse

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Stundenlang war die Kölner Feuerwehr mit Messfahrzeugen in der Stadt unterwegs und dem mysteriösen Maggi-Geruch auf der Spur.

Köln/Neuss – Stundenlang suchte die Kölner Feuerwehr seit dem Dienstagmorgen nach der Ursache für den merkwürdigen, Maggi-ähnlichen Geruchs in Köln und der Region. Den ganzen Vormittag witzelte das Internet über die mysteriöse „Maggikalypse”. Im Umweltamt in Neuss kannte man da schon längst die Ursache.

Bereits gegen 8:30 Uhr am Dienstagmorgen meldeten zwei Anruferinnen aus Dormagen die Geruchsbelästigungen bei der Unteren Immissionsschutzbehörde. Sie vermuteten den Aromahersteller Silesia als Verursacher, heißt es in einem Bericht des Rhein-Kreises Neuss. Die Behörde habe sich unverzüglich mit der Firma in Verbindung gesetzt und erfahren, dass es dort in der Nacht tatsächlich eine „kurze Betriebsstörung mit Rauchentwicklung” gegeben habe. Warum die Firma den Vorfall nicht selbst den Behörden gemeldet hatte, ist bislang unklar.

Gegen 10 Uhr besuchten Mitarbeiter der Behörde die beiden Anruferinnen zu Hause und bestätigten den Maggi-Geruch. Eine Stunde später habe man die Firma Silesia aufgesucht, heißt es in dem Bericht weiter, bei der keine Gerüche mehr wahrgenommen wurden. „Es wurde daraufhin die gesamte Umgebung bis Köln-Chorweiler überprüft und es konnten keine weiteren Gerüche festgestellt werden.” Daher löste die Behörde auch keinen Umweltalarm aus - und die Kölner Feuerwehr rätselte alleine weiter.

„Ich glaube nicht, dass da jemand vorsätzlich etwas unterschlagen hat. Warum auch?”, sagte Jens Müller von der Feuerwehr Köln ksta.de am Mittwoch. „Die Behörden haben den Radius der Geruchsbelästigung einfach unterschätzt.” Der Behördenbericht belegt tatsächlich: Erst gegen 13:30 Uhr war dem Amt in Neuss klar, das mit vier Kilogramm eine sehr große Menge des Geruchsstoffs Sotolon bei der „kurzen Betriebsstörung” beim Aromahersteller Silesia in die Luft gesetzt worden war. „Für uns war es eine gute Übung, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist”, nimmt es Feuerwehr-Sprecher Müller gelassen.