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Mangelhafte Zustände für junge Leute

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Klettern und Malen waren zwei der Aktivitäten, die es am Tag der Jugend auf dem Maternusplatz auszuprobieren gab.

Rodenkirchen – Mit Spraydose und Atemmaske macht sich Julian ans Werk: In dicken Buchstaben sprüht der Zehnjährige in roter Farbe das Wort „Kinderrechte“ auf die vorbereitete Plastikplane. Das Transparent ist bereits gut gefüllt, zahlreiche andere junge Besucher haben sich am „Tag der Jugend“ auf dem Maternusplatz schon auf der Fläche verewigt. Die Betreuer des Jugend- und Kulturzentrums Sascha Rogosz und Jana Böhle bieten als einer von verschiedenen Ständen auf der Veranstaltung ihre Sprayaktion an. „Die Kids können hier mit Schablonen verschiedene Worte aus dem Bereich Kinderrechte auf die Plane sprühen“, so Rogosz. „Damit wollen wir den Sinn der Kinder dafür schärfen, wie wichtig die UN-Kinderrechtskonvention ist, die dieses Jahr ihren 30. Geburtstag feiert.“

Das runde Jubiläum der Kinderrechte nahm die Bürgervereinigung Rodenkirchen gemeinsam mit der Jugendförderung der Stadt Köln zum Anlass, um mit der Veranstaltung auf den Bedarf eines Jugendzentrums in Rodenkirchen aufmerksam zu machen. Bisher müssen Kinder und Jugendliche immer auf die Einrichtung im benachbarten Stadtteil Weiss ausweichen – ein Zustand, der der Bürgervereinigung ein Dorn im Auge ist. „Auch hier in Rodenkirchen brauchen die Jugendlichen einen Rückzugsort, an dem sie sich untereinander austauschen können und ungestört unter sich sind“, so Dieter Maretzky, Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen. „Darauf wollen wir mit diesem Event aufmerksam machen und mehr Unterstützung in der Bürgerschaft mobilisieren.“

Neben einer Podiumsdiskussion auf der Bühne sorgte Maretzky mit Hilfe unterstützender Verbände und Einrichtungen für ein Unterhaltungsprogramm aus Live-Musik und verschiedenen Aktionsangeboten. Neben dem Stand zu Street-Art gab es auch ein Löschtraining der Freiwilligen Feuerwehr Rodenkirchen und eine Klettersäule, an der die Schwindelfreien unter den jungen Besuchern etliche Meter in die Höhe klettern konnten – für Nervenkitzel war somit ausreichend gesorgt. Auf der Bühne demonstrierten zudem Mitglieder eines Box- und Fitnessstudios aus Sürth trotz der hohen Temperaturen eindrucksvoll ihre Fähigkeiten. „Wir wollen auf dieser Veranstaltung zeigen, welche Angebote wir den Jugendlichen hier in Rodenkirchen und der Umgebung bieten können“, so Maretzky. „Ein eigenes Jugendzentrum könnte dieses Angebot noch weiter ausbauen.“

Klettern und Malen waren zwei der Aktivitäten, die es am Tag der Jugend auf dem Maternusplatz auszuprobieren gab.

Ins Leben gerufen wurde der „Tag der Jugend“ im Vorfeld durch ein freies Gremium, das sich bereits seit zwei Jahren für ein eigenes Jugendzentrum im Stadtteil Rodenkirchen einsetzt. Maretzky und seine Mitstreiter haben die Hoffnung, dass eine entsprechende Einrichtung in den nächsten Jahren realisiert werden kann. Ein geeigneter Ort dazu stünde aus ihrer Sicht ebenfalls bald zur Verfügung: „Wir haben den Vorschlag eingebracht, einen Begegnungsort für Jugendliche in einem Anbau am neu entstehenden Rathaus in Rodenkirchen unterzubringen“, so Maretzky. „Damit hätten wir direkt im Zentrum von Rodenkirchen eine Anlaufstelle, an der Jugendliche ihre Freizeit eigenverantwortlich und zusammen mit Betreuern gestalten könnten – dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen.“