Polizei und Feuerwehr rechneten mit dem Schlimmsten, als am Montag gegen elf Uhr die ersten Notrufe von der Autobahn 559 eingingen: Anrufer meldeten eine Massenkarambolage am Kreuz Gremberg, quer stehende Autos, mehrere Verletzte. Aber schnell wurde klar: Die Folgen waren verhältnismäßig gering. Drei Menschen wurden bei drei Unfällen leicht verletzt, zwölf Autos beschädigt. „Eingeklemmt wurde niemand“, berichtete Polizeisprecher Christoph Gilles. Allerdings staute sich der Verkehr stundenlang auf bis zu sechs Kilometern.
Der Unfallverursacher ist flüchtig. Womöglich hatte er das Geschehen aber auch nicht bemerkt. Laut Polizei war der Fahrer eines schwarzen Autos unvermittelt von der linken auf die rechte Spur direkt vor einen BMW gewechselt. „Die BMW-Fahrerin machte eine Vollbremsung“, berichtete Gilles. Ein Kleintransporter konnte noch ausweichen, ein Fiat fuhr dem BMW aber ins Heck. Es bildete sich ein Stau. Einige Hundert Meter weiter am Stauende krachten weitere Fahrzeuge ineinander. Der dritte Unfall ereignete sich einige Hundert Meter weiter. „Hier schob ein Fahrzeug fünf andere ineinander“, schilderte Gilles. In einem Wagen wurden drei Insassen leicht verletzt.
Weil die Folgen zunächst nicht absehbar waren, rückten Feuerwehr und Polizei mit einem Großaufgebot aus. Auch ein Rettungshubschrauber landete auf der Autobahn. In Fahrtrichtung Deutz sperrte die Polizei die A 559 komplett. Der Verkehr staute sich bald bis zum Flughafen. Abschleppwagen rückten an, transportierten fünf schwer beschädigte Fahrzeuge ab. Gegen 14.30 Uhr gab die Polizei die Autobahn wieder frei.
