„Wall of Fame“ in Köln-BuchforstGraffiti-Wand am Kalkberg bleibt dauerhaft legal

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Schon drei Mal gestalteten die jungen Künstlerinnen und Künstler die Stützwand in Köln-Buchforst mit ihren Motiven.

Die Stützwand des Kalkbergs in Buchforst wird zukünftig eine legale Fläche für Graffiti-Kunst sein. Die Bezirksvertretung Mülheim beschloss einstimmig auf Antrag von SPD, Grünen, CDU, Linken sowie den Einzelmandatsträgern Torsten Tücks (FDP) und Andreas Altefrohne (Die Partei), die Fläche den Mittwochsmalern für diesen Zweck  zur Verfügung zu stellen.

Stützmauer ist 335 Meter lang

Die Stützmauer beziehungsweise die sogenannte Hall of Fame markiert einen etwa 335 Meter langen Abschnitt mit etwa 800 Quadratmetern Fläche entlang der Kalk-Mülheimer Straße und des Bolzplatzes Bischofsacker.  Diese Fläche wurde unter Anleitung von Mitarbeitern der Mittwochsmaler (siehe Kasten) seit 2019 durch junge Leute aus ganz Köln im Rahmen eines Projekts „Veedelstars“ bereits drei Mal neu besprüht.

In jedem Jahr geschah das nach einem anderen, mit allen Teilnehmern abgestimmten Motto. Alte  Motive wurden überstrichen und neue aufgetragen. Die Mittwochsmaler wurden dabei vom Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie vom für den Unterhalt der Wand zuständige Amt für Brücken und Stadtbahnbau und der Kölner Anti Spray Aktion (KASA) unterstützt.

"Bewerbungsvideo" produziert

Dem Antrag war ein Schreiben des SKM an die Bezirkspolitiker  vorausgegangen, in dem dieser eine solche Freigabe erfragte. Jessica Mörtl von der Sachgebietsleitung Jugendförderung im Jugendamt, unterstützte das Vorhaben. „Während der dritten Vorbereitung zu »Veedelstars« entstand bei den Jugendlichen der Wunsch, diesen Ort für legale Graffiti zu öffnen“, berichtet Ralf Krep, Sachgebietsleiter Offene Kinder und Jugendarbeit beim SKM.

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Die jungen Künstler hielten digitale Treffen ab, um eine Argumentationsstrategie für den Dialog mit der Bezirksvertretung zu überlegen. Flankierend dazu produzierten sie ein Video, um ihren Bedarf einer legalen Sprühfläche im rechtsrheinischen Köln zu untermauern. Krep: „Dieses Video führte dazu, dass schnell ein Treffen zustande kam.“

Positive Resonanz der lokalen Politik

Von den Mitgliedern der Bezirksvertretung kamen durchweg positive Reaktionen. „Es ist eine tolle Sache“, betonte Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs, der die Veedelstars-Aktionen von Anfang an begleitete. Ähnlich äußerte sich seine Stellvertreterin Annika Hilleken (Grüne).

Sie findet: „Es ist großartig, in Mülheim eine eigene Hall of Fame zu haben.“ Fuchs versprach darüber hinaus, nach weiteren Flächen im Stadtbezirk Ausschau zu halten, die sich als legale Sprühfläche eignen.

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