Für OP-Saal in UgandaKölner Unternehmen spendet 40.000 Euro für Sehbehinderte

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Der Kölner Unternehmer Berndt Schlemann hat mit seiner Ehefrau Lisa Schlemann 40.000 Euro an die Christoffel-Blindenmission gespendet. Dessen Vorstand, Peter Schießl, übernahm den symbolischen Scheck in Köln-Dellbrück.

Der Kölner Unternehmer Berndt Schlemann (r.) hat mit seiner Ehefrau Lisa Schlemann 40.000 Euro an die Christoffel-Blindenmission gespendet. Dessen Vorstand, Peter Schießl, übernahm den symbolischen Scheck in Köln-Dellbrück.

Um einen OP-Saal in Uganda zu finanzieren, ist die Christoffel-Blindenmission auf Spenden angewiesen. Jetzt erhielt sie 40.000 Euro.

Der Kölner Unternehmer Berndt Schlemann und seine Ehefrau Lisa Schlemann haben über 40.000 Euro an die Christoffel-Blindenmission gespendet. Mit dem Geld sollen ein Operationssaal in Uganda sowie Augenoperationen finanziert werden.

Ihm ginge es bei der Spende nicht um „Selbstbeweihräucherung“, sagte der Dellbrücker Finanzberater: „Das wirkt ja fast schon etwas komisch, dass man so viel Geld einfach verschenkt. Aber uns geht es soweit ganz gut und da finde ich es wichtig, dass man andere daran Anteil haben lässt.“ Außerdem möchte er weitere Menschen zu größeren Spenden motivieren.

Etwa die Hälfte der Spendensumme fließt in den Bau eines Operationssaals in der Mengo-Klinik in der Hauptstadt Ugandas, Kampala. Der Eingang wird mit einer Plakette versehen, worauf der Name Schlemanns und voraussichtlich zwei Domspitzen zu sehen sein werden. Insgesamt entstehen vier neue Säle, unter anderem für Vor- und Nachbehandlungen von Operationen. 

Kölner finanziert 6000 Augenoperationen

Mit der anderen Spendenhälfte werden Operationen für Patienten mit der Krankheit Grauer Star finanziert. Die Augenerkrankung ist die häufigste Ursache für Blindheit. „Die Behandlung, die in Deutschland Routine ist, lässt sich in Uganda mit 30 Euro finanzieren“, sagt Christoffel-Blindenmission-Vorstand Peter Schießl.

Die mehr als 110 Jahre alte Organisation setzt sich international für eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Sie ist Teil des „Bündnis Entwicklung hilft“.

Die Spenden wurden zwei Jahre lang gesammelt und stammen aus einer Kampagne des Finanzberatungs-Unternehmen Schlemanns. Jede Weiterempfehlung und Bewertung von Kunden honorierte das Unternehmen mit einer Spende von jeweils 30 beziehungsweise 60 Euro.

In den vergangenen 20 Jahren habe das Ehepaar insgesamt 180.000 Euro an die Christoffel-Blindenmission gespendet. Damit seien 6000 Augenoperationen finanziert worden. Dem Gesundheitsministerium Ugandas zufolge sind etwa 2,76 Millionen Einwohner sehbehindert und 144.000 blind.

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