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Görlinger-HeimEhemaliges Dünnwalder Jugendheim wird endlich teilsaniert

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Das Freie Ortskartell und „Aktiv gegen Gewalt“ sanieren das Görlinger-Heim in Köln-Dünnwald.

Das Freie Ortskartell und „Aktiv gegen Gewalt“ sanieren das Görlinger-Heim in Köln-Dünnwald.

Das Freie Ortskartell hatte das Görlinger-Heim in Köln-Dünnwald 2020 im Erbbaurecht übernommen. „Aktiv gegen Gewalt“ will es künftig nutzen.

„Nachdem lange nichts passiert ist, entsteht hier endlich etwas Attraktives“, freut sich Franz Philippi, Vorsitzender des Freien Ortskartells e. V. Dünnwald. Gemeinsam mit der Bildungseinrichtung „Aktiv gegen Gewalt“ aus Dellbrück hat das Ortskartell einen Weg gefunden, um das ehemalige Görlinger-Heim teilzusanieren und wieder zu nutzen. 

Das Haus am Peter-Baum-Weg in Dünnwald war früher lange in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt gewesen, bevor es von der Stadt Köln genutzt wurde, um Asylbewerbende unterzubringen. „Dann ist es lange vor sich hergegammelt und es hat sich keiner gekümmert“, erzählt Philippi. „Das konnten wir uns nicht mehr ansehen, das Haus hat super viel Potenzial.“

2020 übernahm das Ortskartell dann also das Görlinger-Heim im Erbbaurecht von der Stadt Köln, mit dem Plan, es für die Stadtteile nutzbar zu machen. Die Corona-Pandemie legte das Vorhaben jedoch lange auf Eis. Doch vor gut eineinhalb Jahren sei Anja Derksen, Geschäftsführerin von „Aktiv gegen Gewalt“, auf das Ortskartell zugegangen, mit der Idee, Teile des Hauses zu nutzen. „Die Vereine stimmen auch inhaltlich überein, was ‚Aktive gegen Gewalt‘ macht, ist super wichtig, deshalb sind wir gerne in Gespräche gegangen“, sagt Philippi. Nun haben sich die Beteiligten geeinigt, den circa 100 Quadratmeter großen Raum im Erdgeschoss zu sanieren.

Köln-Dünnwald: Frei Ortskartell will Görlinger-Heim zur Begegnungsstätte machen

Ziel ist die Errichtung eines Seminarraums mit moderner Technik und umweltfreundlicher Energieversorgung. Die Räumlichkeit wird dann zunächst für fünf Jahre vom Ortskartell an die Bildungseinrichtung aus Dellbrück vermietet. „Wir freuen uns, dass wir unser Seminarangebot zur Gewaltprävention und Förderung von sozialer Kompetenz stabilisieren und erweitern können“, sagt Derksen. Auch die Nutzung durch örtliche Vereine und Gruppierungen sei ausdrücklich vorgesehen, zumal das Angebot von „Aktiv gegen Gewalt“ voraussichtlich primär im Herbst und Winter stattfinden soll. 

Mit der Sanierung soll Anfang 2027 gestartet werden, Philippi geht davon aus, dass der Raum dann im Herbst 2027 genutzt werden kann. Die Kosten sind auf rund 100.000 Euro geschätzt und werden zu 75 Prozent vom Ortskartell getragen. Die restlichen 25 Prozent übernimmt „Aktiv gegen Gewalt“. 

„Vor dem Hintergrund des seit Jahren geschlossenen Dünnwalder Jugendheims sehen wir das Vorhaben als einen wichtigen Schritt, den Menschen vor Ort wieder eine Begegnungsmöglichkeit anbieten zu können“, so Philippi. Für alle Beteiligten sowie die Bürgerinnen und Bürger sei es eine Win-Win-Situation.