Abo

Müll in Kölner ParksTotes Kaninchen zwischen Grill-Abfällen gefunden

Lesezeit 2 Minuten
hase_muell

Zwischen Mülltüten und Essenresten liegt ein verendetes Kaninchen.

Köln – Viele Kölner haben die sommerlichen Temperaturen am Wochenende für einen Ausflug in die Parks genutzt. Die meisten hatten Picknick-Körbe oder Grills mitgebracht. Für die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) stand deshalb am Montagmorgen die Großreinigung in 34 Kölner Grünanalagen auf dem Programm.

40 Leute waren laut AWB-Sprecher Wilfried Berf allein für die Picknick-Reinigung abgestellt - fast so viele wie im Hochsommer. Zusätzlich waren am verlängerten Wochenende täglich acht Grill-Scouts im Einsatz, die die Parkgäste freundlich ermahnten, ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen.

Ungeachtet dessen quellen aus den Mülleimern Holzkohle-Tüten, Würstchen-Verpackungen und bergeweise Flaschen. Insgesamt 10,8 Tonnen Abfälle sammelten die Reinigungskräfte ein. „Es ist besser geworden in den vergangenen Jahren, aber natürlich sind es immer noch gut 10 Tonnen zu viel“, sagte Berf. Insbesondere am Aachener Weiher habe sich die Situation verbessert.

Inzwischen gibt es 5.700 Papierkörbe in den Kölner Grünalagen, 2.000 davon sind in den vergangenen Jahren neu aufgestellt worden. Manfred Kaune, Leiter des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen, will das Grillen in Parks weiterhin erlauben: „Zwischen 80 und 90 Prozent der Leute verhalten sich vernünftig", meint Kaune. Leider gebe es jedoch auch einige „Ferkel".

Neben einem Papierkorb im Grüngürtel fanden Spaziergänger ein totes Kaninchen zwischen Eisverpackungen und Plastiktüten. Ob das Tier durch Müllreste verendet ist, ist unklar. Da in diesem Jahr die sogeannte Kaninchenpest (Myxomatose) grassiere, sterben viele Wildkaninchen ohne Fremdeinwirkung, sagt Kaune. Die Virenerkrankung wird von blutsaugenden Insekten übertragen. Sie ist unheilbar und endet tödlich. Doch selbst wenn das Tier nicht durch Menschenhand umgekommen ist - „Wenn die Parks in Köln vermüllt sind, liegt das an den Menschen", ergänzt Kaune. Die AWB beginnen auch an den Wochenenden schon um 6 Uhr morgen mit der Reinigung der Parks. Überquellende Abfalleimer könnten auch vermieden werden, indem Ausflügler ihren Verpackungsmüll wieder mitnehmen und im Hausmüll entsorgen würden, findet Wilfried Berf.

Das könnte Sie auch interessieren:

KStA abonnieren