Dellbrück – Mit blauen Müllsäcken verhängte Verkehrsschilder verunzieren seit August 2018 die Dellbrücker Hauptstraße zwischen Bergisch Gladbacher Straße und der Stadtbahn-Haltestelle. Wie lange dieser Zustand noch anhält, fragte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bei der Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim im März. Zur jüngsten Sitzung antwortete nun die Stadtverwaltung.
Die Halteverbotsschilder wurden im Zuge der Umgestaltung der Dellbrücker Hauptstraße verhängt. Um mehr Sicherheit für Besucher der Einkaufsstraße zu erreichen und den Verkehr zu beruhigen, wurden unter anderem Tempo 20 eingeführt, an mehreren Kreuzungen neue Zebrastreifen aufgebracht oder Park- und Parkverbotszeiten geändert, um unter anderem Ladezonen zu sichern.
„Die beschlossenen verkehrlichen Maßnahmen wurden bei einer Ortsbegehung mit Vertretern des Bürgervereins, der IG Dellbrücker Hauptstraße Treffpunkt, der Bezirksvertretung Mülheim und der Verwaltung abgestimmt“, antwortete das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung.

Die Parkverbot-Regelung entlang der Straße ist seit langem nur provisorisch. An der Kreuzung Idastraße fehlen noch Zebrastreifen.
Copyright: Uwe Schäfer
Doch sei auch vereinbart worden, die Regelungen erst dann endgültig einzuführen, wenn verschiedene Verkehrsuntersuchungen die Wirksamkeit ermittelt hätten.
Eine erste Erhebung habe im Oktober 2018 stattgefunden, eine zweite im vergangenen April. „Die Ergebnisse dieser Untersuchungsreihe liegen der Verwaltung noch nicht vollständig vor,“ heißt es in der Antwort. Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen seien und die Ergebnisse ausgewertet und miteinander verglichen worden sind, könne über die dauerhafte Beschilderung entschieden werden. Das gelte auch für die der Halteverbote.
Ursula Schlömer (Grüne) wollte auch wissen, wie die Stadt gedenkt, das Falschparken in den Ladenzonen oder auf Gehwegen zu unterbinden: „Zwar zeigt die Umgestaltung der Straßen schon erste Wirkung, aber es wird leider weiterhin falsch geparkt.“ Da solle die Stadtverwaltung noch mal gründlich nachhaken. Hans Stengle (SPD) wiederum bemängelte nicht nur die Plastiksäcke, sondern, dass die Umbaumaßnahmen selbst bei weitem noch nicht abgeschlossen seien: „Wann kommt die zweite Ausbaustufe, zu der unter anderem noch vier Zebrastreifen gehören?“ Das betreffe die Kreuzung Idastraße, eine Anlage südlich der Kemperbachstraße sowie einen geplanten Überweg am Gemeinde-Zentrum der Kirche St. Joseph. „Dafür brauchen wir eine neue Ausschreibung“, entgegnete Dietmar Reddel vom Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung. Er rechne damit, dass die fehlenden Zebrastreifen im Sommer kommen.
Stadtverwaltung
Ursula Schlömer, Grüne
