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Nepomuk erobert den Rhein

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Viele Mitglieder des Ruderclubs waren zur feierlichen Namensgebung gekommen.

Mülheim – Mit einem sogenannten „Abrudern“, beendete der Mülheimer Wassersport-Verein seine Rudersaison 2019. Der Vereinsvorstand nahm die Abschlussfeier obendrein zum Anlass, ein neues Boot – einen Vierer mit Steuermann – zu taufen. Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs, selbst langjähriger Ruderer und jetzt Ehrenmitglied des Vereins, nahm die Bootstaufe vor.

„Wir hatten ein recht erfolgreiches Jahr“, erzählte Vorsitzender Christoph Steffens. So habe der Club mit zehn Booten am diesjährigen Rhein-Marathon der Ruderer teilgenommen und dabei mit sechs seiner Mannschaften Plätze auf dem Siegertreppchen errungen. Insgesamt waren an diesem Wettbewerb 174 Boote aus der ganzen Bundesrepublik beteiligt gewesen. Auch eine andere Statistik fand Steffens erwähnenswert: „Bei uns ist es üblich, die von allen Booten gefahrenen Strecken zu einem Gesamtwert zu addieren – wir haben dieses Jahr bisher mehr als 75000 Kilometer erreicht.“ Weitere könnten noch hinzukommen, wenn das Wetter in den kommenden Wochen Fahrten zulasse.

Patron des Beichtgeheimnisses

Bürgermeister Fuchs bei der Taufe

Der neue Vierer trägt den Namen Nepomuk. „Er ist der Schutzheilige Mülheims und gilt als Patron des Beichtgeheimnisses“, erklärte Fuchs den Anwesenden. Der Prager Generalvikar wollte gegenüber seinem König Wenzel IV. das Beichtgeheimnis nicht brechen. Der eifersüchtige König hatte von ihm verlangt, die Geheimnisse seiner Frau zu verraten, deren Beichtvater Nepomuk war. So ließ ihn Wenzel 1393 gefesselt von der Prager Karlsbrücke stürzen, so dass der Generalvikar ertrank.

Nepomuk wurde 1729 heiliggesprochen.