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NeueröffnungIngo Froböse weiht Gesundheitsstudio ein und appelliert an Eigenverantwortung

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Sieht aus wie ein Fitnessstudio, soll aber keines sein: Ingo Froböse im neuen Gesundheitsstudio des Vereins für Gesundheitssport und Sporttherapie

Sieht aus wie ein Fitnessstudio, soll aber keines sein: Ingo Froböse im neuen Gesundheitsstudio des Vereins für Gesundheitssport und Sporttherapie

Mit dem „Campus für Wissenschaft und Gesundheit“ baut der Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie sein Angebot aus.  

Der Boden in freundlichem Grashüpfer-Grün, die Trainingsgeräte sichtlich neu und hochmodern und dazu lauter fit wirkende junge Menschen, die Anleitung geben – das neue Gesundheitsstudio ist das Herzstück im neuen Gebäude des Vereins für Gesundheitssport und Sporttherapie (VGS) in der Sackgasse Am Wassermann in Köln-Vogelsang. Sportwissenschaftler Ingo Froböse, 1989 Mitgründer und inzwischen seit Jahren Vorsitzender des Vereins, betont allerdings: „Das sieht aus wie ein Fitnessstudio, ist aber keines. Es dient nicht der Bildhauerei.“ Es geht also nicht um Muskelaufbau des schönen Anblicks wegen, sondern um Training für Menschen, die ihre gesundheitlichen Probleme in den Griff bekommen oder sich davor schützen wollen. 

Das Gebäude Am Wassermann 9 weihte der VGS am Freitag offiziell ein, direkt nebenan Am Wassermann 3 hat der Verein bereits seit 2014 seine Geschäftsstelle und eine eigene Trainingshalle. Das neue Haus habe man „Campus für Wissenschaft und Gesundheit“ getauft, sagte Froböse bei seiner Rede zur Eröffnung. Der 68-jährige Sportwissenschaftler und Gesundheitsexperte ist ehemaliger Leichtathlet und war als Hochschulprofessor lange Institutsleiter an der Deutschen Sporthochschule Köln. Der VGS sei aus der Forschungsarbeit heraus entstanden, erzählt er. Weil die Probanden nach Studien etwa zu Bewegung nach Herzinfarkt oder Hüftgelenksersatz gern weiter betreut Sport machen wollten. 

Ingo Froböse sucht nach Antworten zu gesundheitlichen Problemen der Gesellschaft

Am neuen Campus gibt es nun neben dem Gesundheitsstudio und einer weiteren Sporthalle auch eine eigene Lehr-Küche für Kurse zu gesunder Ernährung, einen Diagnostikraum und einen modern ausgestatteten Raum für ein so genanntes „Skillcourt-Training“, bei dem die kognitive Leistungsfähigkeit zusammen mit der Kraftausdauer gefördert und so nach einer Möglichkeit gesucht wird, Alzheimer vorzubeugen. „Wir haben schon immer nach Antworten zu gesundheitlichen Probleme der Gesellschaft gesucht“, sagte Froböse: „Wir entwickeln Wissen und schaffen Kompetenzen.“ Deshalb sei man ein gemeinnütziger Verein und werde es auch bleiben.  

Am 26. März erscheint Froböses neuestes Buch mit dem Titel „Deutschland ist krank. Was wir alles gegen den Kollaps unseres Gesundheitssystems tun müssen“. Eine gelungene Prävention gehört seiner Ansicht nach unbedingt dazu. Im VGS werden Menschen dazu angeleitet, jetzt in noch mehr Räumen als bisher. Froböse sagt: „Ich warte nicht auf die Politik und ihre Entscheidungen, sondern setze auf die Eigenverantwortung der Menschen.“