Bei einem Benefizkonzert hatte der Verein Unisono über 2000 Euro sammeln können. Das Geld soll dem Lebensmittelschrank der Lindweiler Einrichtung zugute kommen.
Hilfe unter NachbarnLongericher Musiker spenden Konzerterlös für Lindweiler Treff

Für das Benefizkonzert in St. Dionysius hatten die zahlreichen beteiligten Musiker auf eine Gage verzichtet.
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Es ist kein Geheimnis, dass Lindweiler, was das Durchschnittseinkommen der Einwohner betrifft, zu den Schlusslichtern unter den Kölner Stadtteilen gehört: Bei vielen hier reicht das Geld am Ende des Monats kaum noch zum Leben aus. Schon lange ist daher im Lindweiler Treff der Lebensmittelschrank zu finden, aus dem sich Armutsbetroffene mit Grundnahrungsmitteln versorgen können.
Nun konnte sich Melek Henze, Leiterin des Lindweiler Treffs, über eine ungewöhnlich hohe Geldspende für den Weiterbetrieb des Lebensmittelschranks freuen: Der Vorstand des Unisono-Fördervereins für Musik in Longerich/Lindweiler überreichte ihr einen Betrag von 2141,60 Euro, der bei einem Benefizkonzert des Vereins vom Publikum gespendet worden war.
Benefizkonzert für die Gemeindemusik
Der 2011 gegründete Verein, der sich vor allem der Pflege der musikalischen Kultur in der katholischen Gemeinde St. Dionysius in Longerich und Lindweiler widmet, hatte vor zwei Jahren bereits ein erstes Benefizkonzert veranstaltet, damals zugunsten der Longericher Lebensmittelausgabe. „Das war so erfolgreich und so eine schöne Erfahrung, dass wir uns vorgenommen haben, alle zwei Jahre ein Benefizkonzert zu organisieren“, sagt Michaela Pawlok, die Kassenwartin des Vereins.

Lindweiler Treff-Leiterin Melek Henze (Mitte) erhielt vom Vorstand von Unisono eine großzügige Spende.
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Dieses Mal sollte die Spendensumme einem konkreten Projekt in Lindweiler zugutekommen – dabei fiel die Wahl schnell auf den Lebensmittelschrank, denn „damit erreichen wir wirklich diejenigen, die am Ende des Monats noch nicht mal mehr wissen, in welches Brot sie beißen sollen“, so Pawlok. Auch gelte: Je greifbarer der Zweck sei, desto größer sei die Spendenbereitschaft beim Publikum. Melek Henze jedenfalls zeigte sich überwältigt von der Höhe des Spendenbetrags, der an einem einzigen Abend zusammengekommen war. „Ich bin wirklich beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement in Longerich“, sagte sie.
Der Lebensmittelschrank des Lindweiler Treffs wird vor allem mit haltbaren Lebensmitteln befüllt, wie etwa Öl, Salz, Zucker, Mehl, Reis, Nudeln oder auch Konserven, die größtenteils aus Sachspenden stammen – teilweise gehen auch Geldspenden ein, die der Treff für ergänzende Einkäufe nutzt. In den vergangenen Jahren waren jedoch beide Spendenformen spürbar zurückgegangen. „Man merkt einfach, dass die steigenden Preise die Verbraucher belasten – sie können nicht mehr so viel spenden wie früher“, sagt Henze. Dadurch hat der Bedarf gleichzeitig deutlich zugenommen – die Spende der Longericher Musiker kommt Henze also wie gerufen.
