Die Sternsinger-Grundschule in Alt-Longerich gehört nun zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Das wurde gefeiert.
„Schule ohne Rassismus“Longericher Sternsingerschule steht für Zusammenleben ein

Nach der Feier gab der Sänger Nico Gomez ein Konzert auf dem Schulhof.
Copyright: Bernd Schöneck
Dass sich die Sternsinger-Grundschule nun dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angeschlossen hat, war schon auf dem Schulhof nicht zu übersehen: Von den Kindern gestaltete Plakate rund ums friedliche Zusammenleben, Vielfalt und Weltoffenheit hingen auf dem ganzen Areal verteilt. Sogar ein eigenes, buntes Transparent, das die Zugehörigkeit der katholischen Schule an der Longericher Hauptstraße 83–85 zum Netzwerk zeigt, wurde entworfen. „Euer Logo ist sogar viel schöner als das offizielle“, lobte Eden Araya-Gabriel, Koordinatorin für das Schulnetzwerk in Köln.

Eine Gruppe von Kindern trägt das Transparent zur Aktion durch die Halle.
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Mit allen Klassen, einigen Eltern im Publikum und der Projektpatin, Anne Wunden vom Sternsinger-Kindermissionswerk mit Sitz in Aachen, feierte die Grundschule bei einem Festakt in der Turnhalle den Beitritt. Die Kölsch-AG der Schule brachte zwei Lieder auf die Bühne und erntete sogar Zugabe-Rufe; in 15 Sprachen plus den zugehörigen Flaggen war in der Halle die Botschaft „Du bist wertvoll“ zu lesen. Als Abschluss des Tages gab der Sänger Nico Gomez ein Konzert auf dem Schulhof.
Ernennung ist nicht Schlusspunkt, sondern erst der Anfang
„Wir sind eine Schule, auf die auch Kinder mit Förderbedarf gehen, sowie viele Kinder aus der nahen Flüchtlingsunterkunft. Deshalb war uns der Beitritt besonders wichtig“, so Schulleiterin Regina Merkl. Zuvor hatte das Kinderparlament der Schule für den Start der Netzwerkarbeit gestimmt; bei der Demokratie-AG waren die Hintergründe der Kooperation ebenfalls Thema. „Mit der Aufnahmefeier wollen wir alle Kinder noch einmal daran erinnern, dass an unserer Schule niemand diskriminiert oder ausgegrenzt wird.“
„Ich war vor einem Jahr schon mal hier an der Schule und war komplett begeistert. Dass ich Eure Patin werden kann, hat mich sehr gefreut“, verkündete Wunden. „Ihr lernt hier für das Leben, aber vor allem auch voneinander, damit die Welt jeden Tag ein bisschen besser werden kann.“ Mit der Aufnahme ins Netzwerk ende das Engagement jedoch nicht, sondern fange gerade erst an, erinnerte Araya-Gabriel. „Es ist mehr als ein Schild, das man sich an die Wand hängt und über das man sich ab und zu freut. Nämlich ein Versprechen, mutig zu sein – auch wenn es schwerfällt.“ Etwa, wenn über ein anderes Kind gelacht wird und es am vermeintlich leichtesten wäre, bei den Hänseleien mitzumachen.
