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Privilegiert parkenMauenheim-Ost soll Bewohner-Parkgebiet werden

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An einer mit Bäumen bestandenen Straße parken links und rechts Autos.

Kaum ein freier Stellplatz: Die Parksituation im östlichen Mauenheim ist sichtbar angespannt.

Im zehn Hektar großen östlichen Teil von Mauenheim, der an die Neusser Straße/Gürtel grenzt, sollen die Parkplätze bewirtschaftet werden.

Mit dem östlichen Teil von Mauenheim soll der Stadtbezirk Nippes sein insgesamt siebtes Bewohner-Parkgebiet bekommen. Betroffen wäre das rund zehn Hektar große Stück des flächenmäßig kleinsten Kölner Veedels, das nicht zur Nibelungen-Reihenhaussiedlung gehört, sondern von Mehrfamilienhäusern dominiert ist. Es liegt im Carré zwischen Merheimer Straße, Friedrich-Karl-Straße, Neusser Straße und Eckewartstraße. Auf den gemeinsamen Antrag von Bündnis 90/Grünen, Linken und Volt beschloss die Bezirksvertretung Nippes mehrheitlich die Forderung nach einer Parkraum-Bewirtschaftung. Die CDU stimmte gegen den Antrag, SPD und FDP enthielten sich. 

Ein Drittel der Parkplätze soll der parkscheinpflichtig sein

Laut der Vorstellung der Fraktionen sollen für die Stellplätze in dem Gebiet drei unterschiedliche Konditionen gelten: Ein Drittel der Parkplätze soll rund um die Uhr ausschließlich Bewohnern mit Parkausweis zur Verfügung stehen. Auf einem weiteren Drittel der Plätze soll der Anwohner-Vorbehalt werktags von 18 bis 9 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen ganztägig gelten; werktags von 9 bis 18 Uhr könnten Externe per Parkschein im Gebiet parken. Für das verbleibende Drittel würden die aus anderen Parkzonen vertrauten Regeln gelten: Parkscheinpflicht für Auswärtige von 7 bis 23 Uhr werktags, außerhalb dieser Zeiten freies Parken für alle. 

Bislang gibt es in und um Nippes die sechs Bewohner-Parkgebiete „Nippes“ (Nippes-Zentrum), „Nippes I“ (St.-Vinzenz-Krankenhaus und Umgebung), „Nippes II“ (Sechzigveedel), „Nippes III“ (Afrikaveedel), „Nippes IV“ (an Nippes nördlich angrenzende Gebiete von Weidenpesch und Niehl) sowie „Nippes EAW“ (Eisenbahnveedel, autofreie Siedlung ausgenommen).

„Der Platz in der Stadt ist nun mal begrenzt“, argumentierte Michael Breiman (Grüne). „Wir wollen freie Wege, Außengastronomie, Platz für Menschen und vieles mehr.“ Für die knappen Kapazitäten in den Straßen sollten die Anwohnenden einen gewissen Vorteil haben. Die CDU wandte sich kategorisch gegen das Ansinnen. „Wir sind wenig überraschend gegen das Bewohnerparken, aber in diesem Fall besonders“, verkündete Fraktionschef Christoph Schmitz. „Es handelt sich um ein reines Wohngebiet ohne Geschäfte oder sonstige Pull-Faktoren. Der einzige Unterschied wird sein, dass man den Anwohnern Geld für den Ausweis abnimmt.“ SPD-Fraktionschef Ulrich Müller verwies auf das Neubau-Großprojekt auf dem Areal Neusser Straße 467-485, bei dem zwei weitere Häuser auf der Grundstücks-Rückseite an der Siegmundstraße geplant sind. Diese Projekte würden die Parkplatzlage absehbar verschärfen, deshalb enthalte man sich.