Rund 350 Jecke feierten im ausverkauften Pfarrheim St. Katharina mit den drei neuen Regenten Prinz Greger I., Bauer Stefan und Jungfrau Tinni.
350 JeckenVolles Haus zur Ausrufung des Dreigestirns bei der Niehler Proklamation

Die drei Niehler Regenten – Jungfrau Tinni, Prinz Greger I. und Bauer Stefan – lassen sich auf der Bühne des Pfarrheims feiern.
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Es waren feierliche Momente, als die drei Niehler Regenten – Prinz Greger I. (Hennecke), Bauer Stefan (Kremer) und Jungfrau Tinni (Julian Hennecke, der jüngere Sohn des Prinzen) bei der Sitzung zur Prinzenproklamation im Pfarrheim St. Katharina endlich offiziell proklamiert wurden. Die rund 350 Jecken im restlos ausverkauften Saal an der Sebastianstraße 126c gaben einen minutenlangen Applaus – und nach der Inthronisation mischten sich die drei unters Publikum und genossen den Rest der Sitzung.
Der Ansturm auf die Plätze im Saal war zuvor riesig gewesen, so der neue Prinz. „Wir hätten locker 100 Karten mehr verkaufen können“, meint Hennecke, der zugleich Senatspräsident der Interessengemeinschaft Niehler Karneval (INK) ist. Das neue Niehler Dreigestirn hatte eigentlich bereits 2022 amtieren wollen, die INK stellte damals dann jedoch Corona-bedingt keine Tollitäten auf. Im Folgejahr stoppte die Erkrankung der damaligen Jungfrau das Trifolium, danach waren zwei Jubiläums-Gesellschaften mit den Würdenträgern dran. Neben den drei Regenten engagiert sich Henneckes älterer Sohn Lukas als Prinzenführer. Bereits am „Elften im Elften“ rund um den Schützenhof, sowie beim Hofburg-Einzug an gleichem Ort zum Jahresanfang, konnte sich das bis jetzt nur designierte Regenten-Trio etwas warmfeiern.
„Dä Blötschkopp“ und „Kasalla“ begeisterten den Saal
Stürmisch gefeiert wurde Marc Metzger alias „Dä Blötschkopp“, der eine launige Büttenrede rund um die aktuelle „Chrestelovend“-Session – da durch den frühen Karnevalstermin die weihnachtliche Zeit diesmal fast nahtlos in den Sessions-Trubel übergeht – parat hatte. „Die Gänse sind ja so teuer geworden. Wir haben seit Jahren eine Tiefkühlgans von Bofrost im Gefrierfach liegen, die tragen wir dann einmal durchs Zimmer, das muss reichen.“ Stattdessen gebe es bei ihm Erbsensuppe an Heiligabend, eine Idee, auf die viele kämen. Dies zeige jedoch verdauungstechnische Auswirkungen bei der Christmette: Es falle auf, wie viele Kirchenbesucher plötzlich an zu husten anfingen, sobald es ans Niederknien auf den Bänken ginge … Einen Blitzstart legten danach Kasalla hin: Gefühlt kaum in den Saal eingezogen, servierten sie sogleich „Alle Jläser huh“ – was sich die Niehler Jecken natürlich nicht zweimal sagen ließen. Das „Schnäuzerballett“ band bei seinem Tanz den Prinzen als langjährigen Mittänzer mit ein; auch die Fahnen- und Standartenträger der „Plaggeköpp“ schauten auf der Bühne vorbei.
Am Freitag, 6. Februar, feiern die neuen Regenten in Alt-Niehl weiter: Unter dem Motto „Drei Granaten in Ornaten“ lädt das Niehler Trifolium ab 17 Uhr zur Dreigestirns-Party in die Schötzekuhl an der Feldgärtenstraße 141 ein. Der Eintritt beträgt 11 Euro, Karten bei Rollladen Reuter an der Feldgärtenstraße 136.


