Eine Mittelinsel in Niehl ist zu schmal, die Einfahrt zur Graditzer Straße tückisch. Die Bezirksvertretung will für mehr Sicherheit sorgen.
Überweg und EinmündungZwei Gefahrenpunkte im Niehler Norden

Blick auf die schmale Mittelinsel des Überwegs über die Industriestraße. Die Politik fordert hier Abhilfe.
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Gleich zwei potenzielle Gefahren lauern am nördlichen Rand von Niehl, wenn man vom Niehler Ei aus stadteinwärts fährt: Am ersten Kreuzungs-Knotenpunkt der Industriestraße, mit Niehler Damm und dem Westkai des Niehler Hafens sowie Boltensternstraße und Amsterdamer Straße im weiteren Verlauf, ist die Fußgänger-Mittelinsel zwischen beiden Fahrtrichtungen der Industriestraße mit knapp 2,50 Metern Breite sehr schmal bemessen.
Schmale Mittelinsel im tosenden Verkehr
„Insbesondere ältere Menschen, Kinder, Personen mit Kinderwagen sowie Menschen mit Hunden sind oftmals gezwungen, auf der sehr schmalen Verkehrsinsel zwischen den Fahrbahnen auf die nächste Grünphase zu warten“, so Leila Pjanic, SPD-Mandatsträgerin in der Bezirksvertretung Nippes. Dies werde von vielen Betroffenen als unsicher und belastend wahrgenommen. „Hinzu kommt, dass Fahrzeuge, die von der Amsterdamer Straße in die Industriestraße einfahren, an dieser Stelle häufig bereits beschleunigen. Dadurch entsteht für wartende Personen auf der Verkehrsinsel eine zusätzliche Gefährdungssituation.“
Die zweite kritische Stelle ist gleich nebenan: Man kann von der Industriestraße nach rechts in die Graditzer Straße abbiegen, die in ihrem Verlauf die Kreuzungsstelle tangiert und in südlicher Fahrtrichtung zur Schlenderhaner Straße wird. Die Straße wirkt ruhig und unscheinbar; wer auf der Graditzer Straße fährt, hat aber an jener Einmündung Vorfahrt. „Insbesondere Verkehrsteilnehmende, die aus Richtung Industriestraße kommen, nehmen den dortigen Straßenabschnitt häufig als Sackgasse oder verkehrsberuhigten Bereich wahr und rechnen daher nicht mit einer bevorrechtigten Einmündung von rechts. Zusätzlich schränken parkende Pkw am Straßenrand die Sicht ein“, führt Pjanic hierzu aus.
Auf Antrag der SPD beschloss die Bezirksvertretung Nippes einstimmig, an beiden Stellen für mehr Sicherheit zu sorgen. Auf Anregung von Vize-Bezirksbürgermeisterin Joanna Dommnich (Linke) sollen bei einer Umrüstung des Überwegs außerdem taktile Elemente zur Orientierung für Blinde und Sehbehinderte mitgeplant werden. „Auch für Lastenräder ist die Mittelinsel im Übrigen zu schmal“, merkte sie an. „Lob und Anerkennung für diesen Antrag“, gratulierte CDU-Fraktionschef Christoph Schmitz. „Dort herrscht eine sehr komplexe Situation; ich bin gespannt, was sich die Verwaltung dort ausdenkt.“
