Im Jahre 2016 gründete Ron Volkmann den Inneneinrichtungs- und Accessoire-Laden an der Wilhelmstraße. Der gebürtige Hamburger hat sein Herz an Nippes verloren.
DesignladenImi aus Hamburg feiert zehnjähriges Bestehen seines Ladens in Nippes

„NippS49“-Inhaber Ron Volkmann
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Einen „Tante-Emma-Laden für Schönes, Geschenke und Design“, so würde Ron Volkmann sein Geschäft selbst beschreiben. „Auch nach zehn Jahren komme ich nach wie vor gerne in meinen Laden, nicht mit dem Gefühl, zur Arbeit zu fahren.“ In seinem Laden „NippS49“ gibt es viele besondere, schöne und nützliche Dinge: Von Taschen und Rucksäcken aus Recycling-Material über Teller, Tassen und sonstiges Geschirr, Vasen, Socken, Kissen, Postkarten, ausgefallenen Kuscheltieren, Küchen- und Wohnaccessoires bis zu Dekorations-Stücken reicht das Sortiment. „Das Lädchen ist mit der Zeit immer bunter geworden und soll ein positiver Ort fernab von Tristesse und Alltag sein“, berichtet der 49-Jährige.
Das Ladengeschäft, das er vor genau zehn Jahren an der Wilhelmstraße 49 gründete, befindet sich in den Räumen eines früheren alteingesessenen Spielwarenladens. „Der einstige Spieleladen war eine gute Ausgangsbasis, denn viele Kunden hatten ihre Spielsachen von dort und verbinden etwas Positives mit den Räumen.“ Er selbst, ein studierter Architekt, kam über eine gute Freundin aus Hamburg nach Köln. „Dadurch, dass sie in Nippes aufgewachsen war, war das Veedel meine erste Anlaufstelle und so bin ich letztlich in Nippes gelandet“, erinnert er sich. Im Karneval 2014 lernte er seinen heutigen Mann kennen; als er sich entschloss, seinen eigenen Laden zu eröffnen, musste er über den Standort nicht lange nachdenken. „Ich würde in Köln mit NippS49 nie woanders sein wollen, genau hier ist der Laden richtig.“
Schwerpunkt auf Lokalität und Nachhaltigkeit
Das Schöne an Nippes sei das dörflich Vertraute und Etablierte; er habe viele Stammkunden, viel Bewegung durch den täglichen Markt auf dem Wilhelmplatz, jedoch weniger Laufkundschaft, wie an den großen Einkaufsmeilen in der City. Auch während der Corona-Zeit hielt ihm die Kundschaft die Treue; um sich an die erschwerten Bedingungen anzupassen, verlagerte er seinen Laden nach vorne in den Fensterbereich. Auch setzt er bewusst auf den stationären Handel. „Solch ein Laden wäre online für mich gar nicht denkbar, weil dort das Sinnliche, Erlebbare fehlt“, ist er überzeugt.
Beim Sortiment setzt er zum einen auf Lokalität: Viele Produkte kommen aus Köln und sogar aus Nippes. Ein anderer Schwerpunkt ist die Nachhaltigkeit – also eine umweltfreundliche Produktion, die Verwendung von Upcycling-Materialien sowie eine soziale Komponente, gerade bei Produkten, die aus dem globalen Süden stammen. Diese findet er zum einen auf Fachmessen, über die direkte Ansprache durch Produzenten – oder auch mal über Inspirationen aus dem Urlaub. Und auch über seinen eigenen Laden hinaus ist Volkmann engagiert: Seit Jahren gehört er zum Organisationsteam des „Blauen Abend in Nippes“, des jährlich am ersten September-Samstag stattfindenden Veedels-Festivals mit langen Öffnungszeiten, Sonderangeboten, Mitmach-Aktionen, Kultur und Livemusik.
