Seit dem 12. Juni ist der Park zwischen Nippes und Riehl nicht mehr zugänglich. Bauzäune und Schilder sperren alle Zugänge zur Grünanlage.
Kampfmittel-SondierungenNippeser Johannes-Giesberts-Park ist komplett gesperrt

Ein Schild der Stadt Köln informiert an einem Bauzaun über die Sperrung des Johannes-Giesberts-Parks für Kampfmitteluntersuchungen. Der Park bleibt während der Arbeiten für Besucher geschlossen.
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Es ist ein ungewohntes Bild zwischen Nippes und Riehl: Hermetisch abgeriegelt ist, wie angekündigt, der Johannes-Giesberts-Park zwischen der Clouth-Neubausiedlung und der Kinderklinik. Bauzäune mit Hinweisschildern versperren an allen Zugängen den Zutritt zur Grünanlage; mindestens die erste Hälfte des Sommers wird der Park geschlossen bleiben.
Hintergrund sind die seit Freitag, 12. Juni, laufenden Kampfmittel-Untersuchungen im Boden des Parks, der bis Anfang kommendes Jahr grundlegend neu gestaltet werden soll. Bevor diese Arbeiten beginnen, wird das Erdreich auf verbliebene Blindgänger untersucht. 14 konkrete Verdachtsfälle im Park für Blindgänger von mehr als 50 Kilo Gewicht sind verzeichnet; laut Stadt-Sprecherin Jutta Doppke-Metz stelle sich erfahrungsgemäß jedoch nur ein sehr kleiner Teil, rund zehn Prozent, der verdächtigen Stellen tatsächlich als verbliebene Weltkriegsmunition heraus. Auch beispielsweise Schutt oder Altmetall im Boden könne den anfänglichen Verdacht auslösen.
Park wird bis 2027 aufgewertet
Derzeit laufen im Giesbertspark noch die Sondierungen. Eventuell gefundene Blindgänger würden freigegraben und am Montag, 13. Juli, entschärft. Auf dieses Datum bereitet sich auch das direkt am Park liegende Kinderkrankenhaus gezielt vor. Geplant ist danach, auf dem Grün-Areal 30 neue Bäume anzupflanzen, Wege zu entsiegeln und einen zusätzlichen Rundweg zu schaffen, Naturschutzzonen und neue Sportflächen einzurichten. Diese Arbeiten sollen schnellstmöglich nach Ende der Untersuchung und der eventuellen Kampfmittelräumung beginnen und im Frühjahr 2027 geschafft sein. Die Umgestaltung hatte die Bezirksvertretung Nippes im Frühjahr 2025 final beschlossen.
Als zusätzliche Alternative für Hundehalter soll, neben den Ausweichflächen in den Parks der Umgebung, temporär bis 31. Juli eine Fläche im Inneren Grüngürtel zwischen Kuenstraße, Grabbestraße, Gustav-Cords-Straße und Innerer Kanalstraße ausgewiesen werden, von letzterer jedoch rund 60 Meter entfernt. Über die entsprechende Vorlage aus dem Grünflächenamt berät am Donnerstag die Bezirksvertretung Nippes.
