Eine Institution in Köln-Nippes macht dicht. Das „Schill Eck“ schließt Ende März nach beinahe 50 Jahren.
Institution in NippesKölner FC-Kneipe „Schill Eck“ schließt nach fast 50 Jahren

Das „Schill Eck“ mit Wirtin Monika Brendel schließt Ende März.
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Eine Institution in Köln-Nippes muss schließen: Das „Schill Eck“ an der Ecke Neusser Straße und Schillstraße macht Ende März nach fast 50 Jahren dicht. Die Gaststätte ist besonders bei den Fans des 1. FC Köln und an Karneval ein beliebter Treffpunkt im Veedel.
Mietvertrag nicht verlängert – Betreiber gehen in den Ruhestand
Die Schwiegertochter des 73-jährigen Wirts Siggi Brendel bestätigte gegenüber Express.de, dass der Mietvertrag nicht verlängert wurde. Für ihn und seine Ehefrau Monika (68 Jahre) sei dies jedoch der richtige Zeitpunkt für den Ruhestand. Man sei daher zwar etwas wehmütig, aber nicht traurig.

Das „Schill Eck“ in Köln-Nippes
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Gäste loben in Online-Bewertungen die urige Kölsch-Kneipe. Sie sei „ein echtes Stück Köln – bodenständig, herzlich und immer mit guter Stimmung“. Ein anderer Gast schreibt über die Betreiber: „Siggi und Monika sind zwei Herzen von Menschen – ehrlich, herzlich, mit so viel Liebe für ihre Gäste, dass man sich schon beim Reinkommen umarmt fühlt.“ Besonders die hausgemachten Frikadellen werden oft empfohlen.
Wirtin war bei Eröffnung 1979 die jüngste in Köln
Monika Brendel eröffnete die Gaststätte am 7. November 1979. Mit damals 21 Jahren war sie die jüngste Wirtin in Köln. Ihr Mann Siggi kam später mit hinter den Tresen.
Als 2008 das Nichtraucherschutzgesetz in NRW in Kraft trat, machte das „Schill Eck“ Schlagzeilen. Wirt Siggi Brendel nutzte eine Gesetzeslücke, die das Rauchen in geschlossenen Gesellschaften erlaubte, und gründete den Club „Sportsfreunde rauchen“.

Am „Schill Eck“ hängt eine FC-Fahne. Fans verfolgen hier gerne die Spiele ihres Klubs. Ende März ist dann aber Schluss – die Kneipe schließt.
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Um dem Gesetz zu entsprechen, wurde ein Vereinsschild an der Kneipe angebracht. Gäste und Gästinnen mussten sich in ein Club-Buch eintragen, erhielten einen Mitgliedsausweis und zahlten einen Jahresbeitrag von einem Euro.
Was nach der Schließung mit den Räumlichkeiten geschieht, ist gegenwärtig noch unklar. Ob ab April wieder ein Gastronomiebetrieb in die bekannte Eckkneipe einzieht, bleibt abzuwarten. (red)
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